Xmas Storytelling 2019

Meine lieb gewordene Tradition halte ich auch heuer wieder. Hier gibt es nun für Euch wieder die Zusammenschau, der rührendsten, epischsten, besten, schlechtesten Weihnachtsspots anno 2019.

Denen, die uns all die Jahre die stärksten „Heuler“ gebracht haben, gebührt der Startplatz: Edeka.

Knallhart an der Positionierung

Heuer mit der Geschichte mit einer jungen Frau, die die „ultimative Geheimzutat“ entdeckt. Und als Influencerin dafür gefeiert wird. Bei ihrer Rückkehr schenkt sie ihrer Großmutter ein Fläschchen dieser Zutat. Diese freut sich zwar über das Geschenk, verwendet es aber nicht.
Denn sie weiss: Die beste Zutat zu einem guten Essen ist die „Liebe“ – zum Essen und zu den Menschen.

Schön gemacht, Edeka. Gut umgesetzt. Der Tränchenfaktor von 1-5 liegt aus meiner Sicht bei 3. Aus dem Storytellingblickwinkel ist es aber ein klein wenig platt, weil der Konflikt gut und gerne stärker sein könnte. Er liegt nur zart sichtbar darin, dass man merkt, dass die Großmutter „weiss, was wirklich“ ins/ zu einem wirklich guten Essen gehört.

Immer wieder bei den Besten der Besten ist John Lewis.

Der Moiiiii-Faktor

John Lewis erzählt mit dem Spot „Excitable Edgar“ die Weihnachtsgeschichte eines kleinen Drachen, der seinen Feueratem einfach nicht kontrollieren kann. Damit bringt er sich dauernd in Schwierigkeiten und ruiniert – beinahe – das Weihnachtsfest. Seine beste Freundin, ein Mädchen hält zu ihm und hilft ihm die gute Seite seiner Fähigkeit zu finden und so anderen Freude zu bereiten. Schön herausgearbeiteter Konflikt und einer „Moral der Geschichte“, die uns zeigt, dass ein „Hier-gibt´s-eh-alles“-Retailer uns zeigen kann, dass Weihnachten darum geht, sich um andere den Kopf zu zerbrechen. Tränchenfaktor von 1-5 liegt bei 4 – nicht zum weinen, aber einfach sehr gut gemacht.

Aber müssen wir so märchenhaft werden, um die „Story“ von Weihnachten zu transportieren?

Die Menschen hinter den Kulissen

Vom amerikanischen Weihnachtsspot-Giganten zurück in heimische Gefilde: Billa sagt „Danke“. Dieses Danke gebührt all jenen Menschen, die im Hintergrund für uns „da sind“. Sie sorgen dafür, dass wir ein bequemes, komfortables Leben haben, uns sicher fühlen, unsere Angehörigen versorgt werden – und all das auch an Tagen wie dem Weihnachtstag funktioniert. Der Konflikt liegt hier auf der Hand und wird gut eingesetzt: Wir alle übersehen diese Menschen nur allzu oft und insbesondere gegen Ende des Spots sieht man, dass genau diese Menschen dann oft an einem besonderen Tag alleine sind. All das passt auf den Positionierungsansatz von Billa: Volles Leben. Der Tränchenfaktor von 1-5 liegt aufgrund der grenzgenialen Musikauswahl bei 2. Die einzige kleine Fußnote meinerseits: Ihr hättet mehr die Leistung der eigenen Mitarbeiter in den Vordergrund stellen können. Aber sind wir nicht zu streng, sie kommt immerhin einmal kurz vor…

Microsoft gibt sich „soft“ und süss

Ja, Microsoft hat auch einen Weihnachtsspot – und siehe da, er ist sogar sehr süss. Die 6jährige Lucy nutzt das MS Surface ihrer Mutter – mit integrierter Übersetzungsfunktion für real-time Übersetzungen – um endlich all ihre vielen Fragen mit den Rentieren im Wald zu klären. Kein Konflikt, daher einfach nur klebrig süss. Immerhin mit dem unpackbaren Niedlichkeitsfaktor überrascht uns Microsoft. Tränchenfaktor 5 auf einer Skala von 1-5, weil der Spot nicht zum Schluchzen ist, aber unglaublich süss.

Weitere Spots und Kurzanalysen gibt es dann zum Wochenanfang für euch. 😊

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s