Verrückt geträumt

„It´s only crazy until you do it.“ – nach Colin Kapernik setzt Nike nun auf Serena Williams und: auf starke Frauen.
90 geballte, emotionale Sekunden, was Frauen so alles passiert (im Sport wie im Leben), was ihnen vorgeschrieben und vorgegeben wird, woran sie gehindert werden und was für sie – im Gegensatz zu Männern – gar nicht selbstverständlich ist.

90 Sekunden in denen (nahezu alles) gesagt wird, was es zu einem heutigen Frauenbild zu sagen gibt und 90 Sekunden, die relativieren, wobei man als Frauen so oft missdeutet wird.

 

Konflikte fertig denken

Selbstredend: Wer eine starke Position einnimmt, der findet auch rasch Gegner. (z.B. in diesem Fall: Warum es Serena Williams und Nike braucht, um für Frauen die Lanze zu brechen, u.ä.,…)
Wenn man starke Ansagen macht, ist´s immer ein bißchen wie am Schulhof: Es gibt welche, die applaudieren und welche, die Dich prügeln. Nike hat mittlerweile Übung darin das „durchzudrücken“ – aber diese Haltung ist durchaus nicht jedermanns/jedes Unternehmens Sache. Wenn man pointiert, also mit Ansage kommunizieren will, sollte das Unternehmen und die Menschen darin großteils auch dahinter stehen. Denn: Der Wind wird rauh. Und die Gefahr lauert immer auch im „eigenen Stall“.
Es hilft sich zu fragen: Will ICH das? Will ich DAS? WILL ich das? Wenn man darauf seine Antworten gefunden hat und außerdem ein Thema zu dem man sich wirklich bekennt, das das Unternehmen antreibt und auf „der Zunge brennt“, dann geht´s an das Planen und Dosieren der Herangehensweise. Denn wichtig ist, UserInnen/KundInnen-Kommentare ehrlich und mit Wertschätzung zu beantworten und so die „trustworthiness“ zu beweisen.
Ich habe mir dazu schon, gemeinsam mit meinen Partnern in der Futura über Marken und Meinung Gedanken gemacht >> und wie schon dort, bin ich (sind wir) der Ansicht: … „wenn keiner dagegen ist, dann muss auch keiner dafür sein. Dann ist es egal. 

Nur ein Statement wie z.B. dieses von Nike zu bringen,  um der Ansage Willen, ist entbehrlich und löst schnell Argwohn aus (siehe dieser Userkommentar exemplarisch für viele andere):
What do Nike, Gillette, and Starbucks have in common? Businesses milking the social justice causes for all they’re worth to boost sales. It’s brilliant, they don’t have to do anything, just make statements that they support social justice and bling bling!

Ein Gedanke zu “Verrückt geträumt

  1. Pingback: DAS Werbethema 2019 – About boys and girls – Brienchen's Storytelling Blog

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