Leben im Moment – Messaging und Storytelling

Storytelling findet heute zu einem gewichtigen Teil in den digitalen Kanälen statt, die dominiert sind von Algorithmen, die mal News, mal Informationen aus dem Freundes- und Familienkreis, mal Infos aus dem näheren Umfeld, usw. nach vorne schieben. Vorbei ist es mit dem „Sender-Empfänger-Modell“ schon allemal. Es regiert, wie in diversen Lektüren der vergangenen Jahre zum Thema Marketingkommunikation beschrieben nun das „Dialog-Netzwerk-Modell“Und als ob, das noch nicht reicht und uns die neue vernetzte Kommunikation nicht schon genügend Adaptionsfähigkeit abverlangt, kommen nun Bots. Kleine, sehr dienliche Programme, die ein riesiges Potential für alle möglichen Services haben. Denn eine ganze Menge an Szenarien sind denkbar beispielsweise kann man Tickets buchen, Bestellungen in Online-Shops platzieren usw. Egal, wie und Informationen erreichen, viele sind in Form von Stories aufbereitet.

Zeig´s mir – ab jetzt leben wir im Moment!

Unser Gehirn ist regelrecht süchtig nach Geschichten. Gute Gefühle entstehen immer wieder in den selben Gehirnregionen und sorgen dafür, dass wir nach mehr „verlangen“. Ganz klar: Es kann ja nie genug Wohlgefühl geben. Anthropologisch gesehen, sind wir Menschen so geprägt, dass uns das, was uns gut tut, natürlich immer wieder geschehen/ gemacht werden soll. Nun wollen wir also auch mehr Stories, weil sie uns mit zarten Hauch von Glücksgefühlen fluten, wenn wir sie lesen/sehen,… Was ist da besser geeignet, als die Dienste, die nicht mehr wie z.B. facebook Informationen, wie Postingtext, Bild, Link zusammenfassen müssen, sondern die, wo man die App öffnet und „im Moment“ ist z.B. Snapchat? Hier öffnet sich die Kamerafunktion, wenn man die App aktiviert und man lässt andere in diesem Moment seines Lebens herein.

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Und nun ist gefragt, was in uns – mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne – Emotionen weckt.
Aber mit den meisten Messaging Apps sind jene Zeiten vorbei, wo User in Social Media alles preisgeben. Hier regiert der Grundsatz „Ich muss Dich in meine Gruppe reinnehmen„. Wenn dies geschehen ist, so sind diese oft mobile only Messaging Dienste, wie snapchat, optimal. Denn sie locken an, teasen und dann muss – das Gebot der Stunde – kurze Information mit Mehrwert nachkommen. Das heißt, User (auch wenn es Marken sind) geben einen Impuls und andere Nutzer steigen mit in diese Handlungen durch Kommentare und Ergänzungen, Anregungen ein. Aus Sicht von Marketers ist dies aber nicht zu 100 Prozent nachzuahmen, den das Aufgreifen jedes neu entstehenden Kanals, macht den Markencontent nicht leichter greifbar und schon gar nicht schneller administrierbar (mit der drückenden Vielzahl an Updates). Was aber aus deren Sicht auf jeden Fall mit den Messaging Apps möglich ist, sind alle Arten von Serviceansätzen, die ganz nahe am Kunden sind.

Technisch wird allerorts aufgerüstet: So macht Facebook den Messenger als Support-Kanal für Unternehmen fit (und mit Instant Articles entreißt man den Verlagen die Content-Plattform-Kompetenz) und WhatsApp geht mit Chatbots ebenso stark in das Thema. Das Snapchat-Update im Juni 2016 hat nun „Snapchat Memories“ gelauncht. Ein Feature, dass es erleichtert fesselnde Stories zu kolportieren. Abgezielt wird hier auf eine höhere Verweildauer (aktuell bei 30 Min.) der User. Und deren Absicht hierbei ist klar: Wer ist der Stärkere, näher am Kunden?

Aber – um zum Kern zurückzukehren – eben auch Storytelling ist zulässig, denn wenn man seinen Kunden in Inhalte einbindet und „nicht nur“ im Customer Care-Sinn betreut, holt man umgehend Emotionen ab. Gut veranschaulichen das Menschen, die Marken sind, wie etwa Taylor Swift, u.a..

Aus Storytelling-Messaging-Sicht gibt es nun verschiedene Optionen…

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Und wenn wir „die Momente“ genauer analysieren, so hat Google eine sehr passende Definition versucht…

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