Ist der Schärdinger Story-Teller Storytelling?

„Meine Linie“ von Schärdinger launcht den „Story Teller“, eine dreiteilige Video-Serie. In meiner Wahrnehmung mehr Content und nicht klassisches Storytelling. Wobei der Wortwitz des Titels das vermuten lässt. Im Zentrum der Videos steht leichter Genuss und bewusste Ernährung. Man gibt in den Videos persönliche Einblicke in das Leben 3 Foodbloggerinnen: Nina Radman/ Berries & Passion, Sophie Forster/ Sophie Heart und Catrin Neumayer/ Cooking Catrin. Produziert wurde die Kampagne von Virtue – ehemals Vice – mit den Ziel, die neue Produktlinie „Meine Linie“ von Schärdinger „zu bewerben“.
Laut eigener Aussendung setzt Virtue auf einen Content-First-Ansatz, der die Aktivierung der Geschichten via Website www.meine-linie.at, den Social Media-Kanälen von Schärdinger und die Kanäle der drei Bloggerinnen stemmen soll.
Gelernte Kochshow- und Food Blogger-Formate mit Produktplatzierung ließ man lt. Zitat des Virtue-GFs Konstantin Jakabb hinter sich. Seiner Behauptung nach setzt man auf Unterhaltung durch relevante Inhalte. Nicht im Fokus ist das schnöde Verkaufen von Produkten?! Entschleunigung und das eigene Bewusst-Sein in hektisch digitalisierten Zeiten, spielen die atmosphärischen Nebendarsteller. Was „Story Teller“ heißt, ist aber nicht notwendigerweise auch Storytelling. Die Inhalte sind fein und nett inszeniert, aber keine Geschichten, sondern vor sich hinplätschernder Content. Zu sehr fehlen die klassischen Attribute, die die Emotionen hochziehen, wie der „Konflikt“.

Was kann Schärdinger damit schaffen? Was man schafft, ist deutlicher, als es ein Werbespot kann, eine Skizze jener Welt zu zeigen, die für die Zielgruppe steht oder jedenfalls für sie reizvoll ist. Klassisches Markenterritorium wird inszeniert („draussen sein“, aktiv, Lifestyle, Bewegung). Die Food-Kompetenz ist eher auf das An- oder aufeinanderlegen von Lebensmitteln verkürzt. Denn auch ein Brot mit zerquetschter Avocado ist hier vom Gefühl her schon Zubereitung und das Aufschichten von Lebensmitteln in ein Weck-Glas ebenso. Das aber bringt die Einstiegshürde beim Betreten der Küche und „Kochen“ nach unten und schafft „gutes Gefühl“.
Nachdem das Zitat des Virtue-Geschäftsführers durchblicken lässt, dass es für Schärdinger ok ist „…Mit Virtue denken wir immer zuerst in Unterhaltung durch relevante Inhalte, statt an das Verkaufen von Produkten.“  ist die Mission erfüllt.

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