Sequentielles Storytelling

Klar bin ich stolz und happy, dass der Bereich „Storytelling“ aus der schnöden Nischen-Wissensecke heraus, nun die breite Marketingebene erreicht. Aber es gibt viele Details, die man beim schnellen Buzzworden nicht erwähnt, die Storytelling aber zu einer Marketing-Methodik machen.

Haben wir nicht alle schon den vielen wunderschönen TV-Spots (die meisten davon laufen nicht im deutschsprachigen Fernsehen 😉 ) Anerkennung, ein Tränchen oder ein Schmunzeln gezollt.

Wir wollen tatsächlich aber nicht nur zu Tränen rühren, sondern Verkauf, Aufmerksamkeit, Awareness pushen. Es gibt ja einige Definitionsversuche im Hinblick auf Brand Storytelling, aber, wenn es an das Thema Werbung geht, ist gemeint, dass Inserate, Spots, Virals gemeinsam eine Geschichte erzählen und schlau ausgeklügelt über diverse Kanäle verteilt sind.

Facebook bezeichnet es als „sequenced approach to digital marketing“ – ich halte es aber für einen Approach to Marketing at all!

Diese Bedeutung, Awareness und die dann folgende „Überzeugungsleistung“, die Storytelling-Techniken zu leisten vermögen, muss konsequent aufgebaut und betrieben werden. Erst dann bringt man „clicks“ auf die eigene Website und generiert den relevanten Traffic. Aktuelle Studien zeigen, dass 55% der Menschen (zw. 18-55), die eine Story mögen und immer wieder mit Episoden in Berührung kommen, weit eher über einen „Kauf“ nachdenken.

 

Und diese Studien besagen weiter, dass sequentielle Werbung, die episodisch aufbauend ist, bessere Leads aufweist, als Einzelbotschaften, die eine call for action platzieren.

Hier die Studie von Headstream>>

Nur bloss keine Langeweile

Was die episodische Werbung tut: Sie garantiert keine Langeweile. Das scheint immer mehr, das „Mantra“ in der Zielgruppenkommunikation zu werden. Durch Phasen, in denen sich die Story entwickelt und durch die man die Zielgruppe erreicht, generiert man höhere Rezeptionsleistung, als mit Einzelbotschaften.

Auf facebook gibt es 2 Arten von „sequentieller Werbung“:

Den Trichteransatz und Priming-Reminding-Ansatz.

Der Trichteransatz ist simple und besteht aus zumeist 3 Phasen:

  1. Der Einführung der Marke als Story
  2. Dann der wichtigste Teil: Die Story geht in die Details, die die Zielgruppe bereits kennt (z.B. über ein Produkt) und beginnt aber mehr Details aufzuzeigen. (> Diese Phase wird sehr gerne übersprungen.)
  3. Die Zusammenfassung von Marke und Produkt und ein klarer call to action

Dieser Ansatz arbeitet gut, wenn man z.B. eine neue Marke aufbauen und Awareness schaffen will und verkaufen.

Beim Priming-Reminding Ansatz sind es 2 Phasen, die man aufbauen muss.

  1. Klar machen, wie wichtig die Marke im Lifestyle Kontext der Zielgruppe ist (Priming)
  2. Zusammenfassen der Story aus Phase 1 quasi als „Reminder“. Hier passiert dann die Abspeicherung und später resultierend daraus die Erinnerungsleistung bei der Zielgruppe, denn unser Langzeitgedächtnis liebt episodische Inhalte und braucht diese

Dieser Ansatz ist weniger fokussiert auf das schiere „Verkaufen“, sondern mehr auf Branding.

Kenne Deine Zielgruppe

Eine “no-na-net” Headline, mag sein. Aber man kann es nicht oft genug sagen/ schreiben. Es ist absolut essentiell ein tiefes Verständnis der Zielgruppe zu haben, tiefe Insights speziell in persönliche Sichtweisen und auch Sichtweisen zu verschiedensten Themen, die ev. sogar – auf den ersten Blick – nichts mit der Marke zu tun haben. Hier finden sich dann die Übereinstimmungen und notwendigen inhaltlichen Absprungpunkte.

Die Stories müssen wiederum an den Zielgruppensegmenten „im Kleinen“ ausgetestet werden. Sicher ist aber auch eines: True stories und auf Teilzielgruppen maßgeschneiderte Abwandlungen, also Substories verheißen deutlich bessere Ergebnisse. Darum: Hinhören und auch die „Geschichten der Menschen“ (KonsumentInnen) erzählen, verbreiten. Das bringt noch mehr Impact und Relevanz.

Einen Schritt weiter geht das Zitat meiner Freunde von Talestudio. „A story is not something a brand tells people. A story is what people tell people about what a brand did.

Apropos Relevanz: Können Sie ein Problem ihrer Zielgruppe lösen? Können Sie dabei helfen, deren Leben besser zu machen? Oder: Schaffen Sie es Verständnis zu zeigen? All das ist hierbei nämlich wichtig und eine unabdingbare Zutat ihrer erfolgreichen Story.

Mehr Studien

https://fbcdn-dragon-a.akamaihd.net/hphotos-ak-xpa1/t39.2365-6/10333119_1457635661160496_168768318_n.pdf

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Ein Gedanke zu “Sequentielles Storytelling

  1. Pingback: Mobile Social Storytelling | Brienchen's Storytelling Blog

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