Zeit im Zug zum Gähnen

Die Deutsche Bahn kampagnisiert zum Thema: Deine Zeit im Zug. Ein super Ansatz, denn vielleicht liegt Spannendes in dem, was Bahnreisende so eine Zugfahrt lang treiben? Ein feiner Storytelling-Ansatz, der aber leider zum Gähnen einlädt. Warum?…

Weil die „Würze“ fehlt. Geschichten brauchen den Gegner, den Antagonisten, der das „Salz in der storygetellten Suppe“ ist. Ihr kennt meinen Spruch: „Was wäre Rotkäppchen ohne dem bösen Wolf?“ „Ein Mädchen geht in den Wald und besucht die Großmutter!“ *langweilig*

Genauso langweilig, wie das:

Und die Reaktion folgt prompt: Auf facebook gibt es für den gar nicht so langweiligen Volker Strübing Poetry Slam im Zug gleich einiges an Missgunst, was eher an den Verspätungen der Bahn, als an der Kampagne liegen mag. An der Stelle sei gesagt: Volker Strübing wird gelobt 😉

Unser „Kopf“ braucht „Nahrung“, die klar nach den Prinzipien: Lust anstreben/Schmerz vermeiden, Belohnung/ Bestrafung, sympathisch/ unsympathisch, … gewichtet ist. Daher muss immer klar eine Gegenposition bezogen werden. Das haben die „Bahngeschichten“ so noch nicht – aber das heißt ja nicht, dass nicht noch Videos folgen, die das Quäntchen „Würze“ haben.

 

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