Fünf Minuten, die sich lohnen.

Wenn eine Geschichte gut erzählt ist, „packt“ sie jeden. Mit „The Game before the Game“ zeigt beats by Dr. Dre, wie man das Kopfhörer nachhaltig mit Emotion verkauft und perfekt in seiner Zielgruppe verankert. Ja, sogar so optimal, dass andere Marken und Hersteller – egal, wie gut die Qualität von deren Produkten im Vergleich auch wirklich ist – keine Chance haben, ihre Produkte zu platzieren. Anlass für diesen großartigen Spot ist die Fussball WM 2014.

http://www.youtube.com/watch?v=v_i3Lcjli84

Epic 5 minutes

Das Schöne ist, dass die Geschichte sehr klar und präzise geführt ist: „Before the goals, before the glory, there is an unseen game played in the locker room. Watch how the best prepare for greatness with Beats SOLO2 and Studio. This is how the game is won.“

Da ist die Meta-Beziehung von Jungstar Neymar zu seinem Vater, die den übergeordeneten Storyframe bildet. Feine Nuancen geben Persönlichkeit, wie auch Ecken und Kanten durch die Eigenheiten der Spieler vor einem großen Match. Das Produkt wird lässig zu einem Nebendarsteller, der aber eine wesentliche Aufgabe hat: Er hilft bei der Flucht aus dem „Wahnsinn“ in seine eigene Welt. Dadurch werden die besonderen Leistungen der Stars überhaupt erst abrufbar. Der Konflikt – als wesentlichster Punkt einer Geschichte – ist in diesem Video der enorme Erwartungsdruck von Medien, Freunden, Familie, Fans & die schiere Größe des Spektakels im Vergleich zur Einzelperson. „The game before the game“ featured neben Neymar Jr. andere Spielerpersönlichkeiten wie, Bacary Sagna, Bastian Schweinsteiger, Blaise Matuidi, Cesc Fàbregas, Daniel Sturridge, Chicharito, Jozy Altidore, Luis Suárez, Mario Götze und Robin van Persie.

Die Story setzt auf einen lang geführten „roten Faden“ von „beats“ by Dr.Dre auf #hearwhatyouwant – Die Story: Mittels der Kopfhörer schoten Top-Sportgrößen die Außenwelt ab und tauchen in „ihre Welt“ ab.

Die Strategie geht auf

Wie oft schon in den Medien seit WM-Start berichtet, steht die FIFA unter speziellem Kreuzfeuer. Sie hat für das Sport-Spektakel dicke Sponsorenverträge und rückt für diese die Wirklichkeit notwendigerweise gern auch mal zurecht. Ethische Einwände? Aber wo!

So werden Gesetze geändert – nicht zum Schutz der KonsumentInnen, sondern dem Wohlgefallen der Sponsoren dienend (z.B. Aufhebung des Alkoholverbots rund um Stadien zum Wohle des Sponsors Budweiser). So geschehen auch im Falle von Kopfhörern. Egal, wie beliebt also die „beats“ sind: Bei der Fußball-WM sind diese Kopfhörer verboten. WM-Sponsor Sony hatte hier klare Einwände

Aber: Man kann Werbezeit und Sponsorenverträge kaufen, aber eben nicht die Herzen der Menschen. So verschickte Sony eigene Kopfhörer, um schöne Fotos von Spieler mit Sonys zu bekommen, aber leider – die Spieler machen nicht mit. Und das trotzdem das Konkurrenzprodukt alles andere als qualitativ gut ist. „Beats“ verzerren die Musik, deren Bügel brechen schnell und sie sind eigentlich billigst produziert. Dennoch: Diese Kopfhörer sind beliebt. Oder wie ich immer sage: Die Schlacht um den Konsumenten wird über Emotionen gewonnen. Das Unterbewusstsein ist unser Chefeinkäufer und beats hat hier klar die Nase vorn.

Eine lang verfolgte Marketing-Strategie des Unternehmens von Rapper Dr. Dre, die sich nun rechnet. Seit Jahren hat „Beats“ Top-Sportler laufend und kostenlos mit Kopfhörern versorgt. Sport hat Vorbildwirkung. Generationen von Jugendlichen wollen das, was ihre „Idole“ wollen – also kaufen sie „beats“. Auf diese Weise ist die Marke so cool geworden. Sogar so cool, dass das angeblich coolste Unternehmen Apple davon profitieren und „Beats“ kurzer Hand um 3 Milliarden Dollar gekauft hat.

 

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