Ein Feldtag mit Gefühl – Storytelling bei Lagerhaus.

Heidi, Max und Stefano heißen die 3 Darsteller der Feldtag-Soap, die von Herz, Schmerz und einer aufkeimende Liebe handelt. Diese Idee setzte Lagerhaus zur „Promotion“ des Event am 14.6. ein – und gut war´s. Denn verglichen mit den Interaktionwerten der Lagerhaus facebook-Page hatte der Feldtag mit dieser Love Story einen durchaus ansehnlichen Erfolg bei den Fans. Aber schauen wir mal gemeinsam in die Storytelling Details.

Eine gute Geschichte braucht so einiges, aber was sie in jedem Fall braucht ist eine „Beziehung“, als einen emotionalen Anker (Hook), eine klar definierte Zielgruppe und einen Konflikt. Tatsächlich! Ohne Konflikt ist eine Story keine Story. Und hierin liegt eines der größten Herausforderungen – denn im Marketing sind wir nicht gewohnt, Spannungen, Gegenpole und Konflikte zu bringen.
Mein Lieblingsbeispiel um die Notwendigkeit eines „Konflikts“ in einer Geschichte zu erklären: Was ist der Antagonist von Rotkäppchen? Richtig! Der „böse Wolf“. Und was wäre Rotkäppchen ohne diesem „bösen Wolf“? Ein Mädchen, das in den Wald geht, um seine kranke Großmutter zu besuchen. Mit dieser Geschichte hätten die Gebrüder Grimm wohl niemals die  Jahrhunderte überdauert.

Zurück zum Feldtag. Hier werden wir über 8 Episoden lang durch einen „Bravo“-Magazin-ähnlichen Love-Story-Fotoroman geführt und erleben das Wiedersehen von Max und Heidi mit.

Lagerhaus Feldtag 2014

Lagerhaus Feldtag 2014

Kleine Dissonanzen, die der Geschichte „Grip und Schmalz“ gaben, wurden gut verteilt, d.h. man scheute sich nicht davor: Gut so! Ob es zwischen Heidi und ihrem aktuellen Freund Stefano oder zwischen Max und seinem Vater kriselte, die Möglichkeiten ein wenig dramatischer zu agieren wurden, im Rahmen der Möglichkeiten, ausgeschöpft.
Man kann nun darüber „streiten“, wie gut – angesichts der immer schwieriger werdenden Hofnachfolgen – eine Ansage, wie „Ich brauch´ di am Hof. Du kannst net zum Feldtag!“ im Gesamtkontext von Raiffeisen Lagerhaus ist, aber der Geschichte gibt diese sie ein wenig Würze.

Feldtag2

Das Format der Bildgeschichte passt ganz fein zur Zielgruppe und auch hier wurden die wesentlichen Steps einer Story eingehalten…

  • „Es war einmal“ – ehemals ein Feldtag an dem sich Max und Heidi kennen lernten…
  • „Eines Tages“ – kam ihnen der Gedanke den diesjährigen Feldtag zu besuchen und zu hoffen sich dort zu wieder zu treffen…
  • „deshalb“ – versuchten beide alles um dorthin zu kommen…
  • „deshalb“ – will Heidi natürlich ohne Stefano zum Event…
  • „Bis schließlich“ – das glückliche Aufeinandertreffen am Feldtag in St. Florian stattfindet.

Die ausgewählten Kanäle Website, facebook wurden gut bedient und zeigen, dass facebook auch bei der jungen Zielgruppe u20 gut „arbeitet“. Das Umfeld mit „Flirtpackages“ und Gewinnspielen ist stimmig und „verlängert“ die Story hin zum Event. Also alles in allem „eine runde G´schicht“, die – wenn man sich die Statistik ansieht – auch ihre Aufgabe erfüllt hat.

feldtag_stat

Mein Wünsch-Dir-was?

Ich würde mir wünschen, das ohnehin, mit Assinger und seinen Familien-Gartengeschichten, implementierte Storytelling mit Stories, wie der von Max und Heidi zu verbinden, sie sollten sich in diesen Gesamtkontext einordnen. Auch bei der Umsetzung der Feldtag.at Seite hätte man diese sympathische Lovestory mehr als nur auf einer Subseite einsetzen können.
In Richtung Transmedia-Ansatz war die G´schicht noch sehr zaghaft, hätte aber sehr viel Potential gehabt – speziell was Video und Instagram Einbindung anbelangt.

Für alle diejenigen, die sich nun fragen: Was ist der Feldtag eigentlich? Gibt es hier eine kleine Videoerklärung in Scribble-Form:

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