Let us do some Content Marketing

Der Content-Marketing-Boom und die Nachfrage nach Inhalten ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Viele meinen, dass nun die Rolle der PR umso wichtiger wird, um „Marken zu machen“. Hmmm. Wenn Content-Vermarktung sich vornehmlich der Markenwahrnehmung und dem Bewusstsein für wertorientierte Inhalte „widmet“ und man anschließend mit positivem Engagement belohnt wird, dann klingt es zugestandener Weise, wie eine Erweiterung der PR.

Unterschätzen Sie nicht owned-media!

Eigentlich hat Content Marketing aber eher eine transformative Wirkung auf PR. Auch in Österreich sprechen Marken immer häufiger Verlage an, um „ansprechende digitale Inhalte“ zu bekommen und selbst zu publizieren. Alles läuft einstweilen noch unter dem Titel der „Medienkooperation“, wenige benennen ihr Tun schon mit dem Begriff „Content Marketing“. Doch das Buzz-Word buzzed bereits heftig vor sich hin. Und so hört man Stimmen, die meinen „Jedes Unternehmen ist ein Medienunternehmen“ und die, die darauf setzen produzieren einen stetigen Strom an Inhalten.

PR-Experten sind speziell gut dafür geeignet, da sie die Position der Marke im Markt, und die Themenführung beherrschen und zwar überall dort, wo sich das Publikum „versammelt“, um Inhalte zu konsumieren. Anders gesagt, PR gewinnt durch owned media an stark Bedeutung – und zwar dank Content-Marketing. Um owned media zu fördern, muss PR mehr Verantwortung für Tools, wie z.B. Blogs, u.a. übernehmen. Das heißt sowohl bei der Beschaffung von Inhalten immer up to date zu sein und andererseits die Erhöhung der Reichweite in der Gruppe der „qualifizierter Zielgruppen“ besser zu beherrschen.

Eine Marke als Verlag gedacht?

Marken sollten also heute, wie ein Verlag denken. Diesen Satz hört man immer wieder. Gehen wir einen Schritt zurück: Einer der Leitsätze von Content-Marketing ist „denk, wie ein Verbraucher“. Ist das ein Inhalt/ eine Story auf die ich klicken würde? Ist dieser Inhalt wert, ihn zu teilen? Alles Fragen, die man sich als Marke stellen muss und die höchst unsymptomatische Fragestellungen in der Vergangenheit waren. Eine gute Hilfestellung bietet allemal der Satz: „Ich glaube, was Du sagst, weil ich sehe was Du tust!“

Wenn diese Entwicklung nun also so fortschreitet, müssen PR-Abteilungen und Agenturen demnach wie Medien/Verlage denken/konzipieren/ beraten. Was braucht es, um diese Geschichte zu etablieren? Wo ist der Wert für das Publikum? Ist der Content unique oder „more of the same“ wie in den Medien? Ist eine Story, die Zeit, Recherche und Energie, die sie benötigt wert? Welche Wirkung kann ich mir von dieser Geschichte erwarten? uvm.

Es heißt also Umdenken. Weg von den „Langeweile-Fallen“ der eigennützigen Pressemitteilungen hin zu „interessanten Geschichten“ mit echten Einblick und Mehrwert für das Publikum. Dies erhöht die Erfolgsquote der Placements drastisch und baut sinnvolle und dauerhafte Beziehungen auf, die für zukünftige Vorhaben nutzbar sind.

Vom Push und vom Pull

Traditionell liegt der PR eine Push-Mentalität inne. „Push“ um ein neues Produkt zu lancieren, einen neuen Markt zu entrieren, Interessen zu lobbiieren oder eine Initiative zu starten.

Content-Marketing ist – wenn man so will – die „Schwerkraft“. Hier geht es um „Pull“ und zwar durch die Kraft, die Qualität und die wohldosierte Menge der Inhalte. Es ist wenn man so will die „Natur der Medien“ und eine fordernde Disziplin, denn „Pull“-Marketing schafft Einfluss durch vertrauenswürdige Content-Quellen, ohne „Einprügeln“ („Push“) auf ein Publikum. Also für viele eine durchaus neue Herangehensweise. Eine Story kann eigentlich die Kraft entfalten, noch mehr engagiertes Publikum zu erreichen. Sie erhöht die Möglichkeit der organischen Verstärkung wie Sharing oder einer besseren Platzierung in den Medien. Je öfter der Namen einer Marke in Placements Dritter erscheint, desto höher ist er zu bewerten. Das ist worum es geht: Der zu sein, dem man vertraut.

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