Unwiderstehlich – Von guten Stories

Wenn man sein eigenes Leben betrachtet so passiert es unzählige Male täglich, dass Dinge nur dann im Kopf haften bleiben, wenn Sie mit einem „geschichtenähnlichen“ Faden verknüpft wurden. Wir merken uns einfach schwer abstrakte Inhalte. Will man es sich also einfach machen Menschen zu begeistern, zu binden und zu motivieren, so sollte man lernen, was sich als die Managementmethode „Storytelling“ bezeichnet. Führen durch narrative Anregungen, Verknüpfungen, Beispiele und Geschichten. Doch was hat das mit Kommunikation zu tun – und um diese geht es mir?
Die Welt von Social Media hat uns in die Notwendigkeit gebracht 24/7 mit unseren Kunden (als Unternehmen/ als Brand) zu kommunizieren. Wie anstrengend & fordernd – 365 Tage andauernd Inhalte zu generieren!!
Selig die Zeiten, als wir uns mit einer Anzeige da und dort in die Köpfe zurückgerufen haben und mit einem kleinen Direkt Mailer Offers bei unseren Kunden platziert haben.
Heute werden mehr denn je Geschichten gefordert und erzählt. Ob es das übernehmen einer Kreatividee aus der klassischen Werbung ist, die z.B. im Falle VW von Greenpeace in eine geniale Angriffsstory umgebaut wurde, oder ob es Details von Steve J. Keynotes sind. Allerdings ist unser Storytelling immer noch punktuell. „Porno“ wie Christian Blümelhuber es bei der meshed3 nannte: „Eine Nummer nach der anderen, ohne wirklichen Handlungsfaden. Gefordert ist heute in Kommunikation und Marketing allerdings virtuoses Storytelling, das uns hilft einen roten Faden im Kopf des Kunden zu spinnen.
Ihn zu interessieren, neugierig zu machen und ihn nicht wie in einem schlechten Porno von einer „Nummer“ zur nächsten zu schubsen ist die Herausforderung heute.

Bei einer guten Story geht es immer um das Gespür für die Kernaussage. Wir setzen dazu Filter, die uns aus der komplexen Welt die richtigen Bezüge liefern. Ähnlich, wenn man für einen Verwandten oder Freund ein Geschenk sucht, wird bei der Suche nach Story-Komponenten selektive Wahrnehmung zum Helfer für Episoden, Details und Inhalte.
„Ich glaube dieses Land sollte bis Endes des Jahrzehnts einen Mann auf den Mond schicken und ihn sicher wieder nach Hause zurückbringen.“ Das war die Message von J.F.Kennedy 1961 und es war eine Story im Kopf einer ganzen Nation. Besser als Planzahlen der NASA herunterzubeten und abstrakte Ziele zu formulieren. Wie die Umsetzung verlief ist unvergessliche Geschichte.

Doch was muss eine gute Story können. Wie kann man Sie finden oder schaffen? Eine gute Story muss 6 Eigenschaften erfüllen:

  1. sie muss einfach sein!
    Eine kompakte Kernaussage! Vorhandenes nutzen, auf Schemata zurückgreifen, Filme „für den Kopf“ entwickeln und Analogien nutzen.
  2. sie muss unerwartet sein!
    Überraschung lautet das Stichwort! Und Interesse oder besser das Fesseln der Aufmerksamkeit ist die oberste Prämisse. Hier hilft die Lückentheorie: Entdecken Sie Wissenslücken und heben Sie diese hervor.
  3. sie muss konkret sein!
    Helfen Sie anderen sich Ihre Story zu merken. Machen Sie Abstraktes konkret, geben Sie z.B. einer Sojabohnensorte, die in Österreichs Donauraum angebaut wird einen konkreten Namen, wie z.B. „Donaubohne“ (danke an Martina Tuma, einer meiner Mitarbeiterinnen bei ACCEDO, die es versteht Storys zu schaffen – wenn man sie läßt). Schaffen Sie Verhältnisse: X vs. Y. Gestalten Sie Abstraktes real aus.
  4. es muss glaubhaft sein!
    Helfen Sie anderen ihre Geschichte zu glauben! Durch glaubwürdige Speaker, wie z.B. Pam Laffin, die als passionierte Raucherin und schließlich Lungenkrebsopfer zur Ikone der Antiraucherkampagne in den USA wurde. Verwenden Sie überzeugende Details, Statistiken, die sie veranschaulichen: z.B. mittels „Sinatratest“. „If you can make it there, you can make it anywhere!“ also in etwa so „Wir haben dieses Projekt umgesetzt, wir sind daher wie geschaffen für Ihr Projekt!“ Setzen Sie auf das Emotionskonto der Storyempfänger und füllen Sie diesen positiv auf.
  5. sie müssen emotional sein!
    Bringen Sie ihre Leser/ Zuhörer/ Seher dazu sich angesprochen zu fühlen. (Das Mutter-Theresa-Prinzip: Nicht die abstrakte hilfesuchende Masse darstellen, sondern ein Einzelschicksal) Arbeiten Sie hierzu auch wieder mit Assoziationen und Appellen für Eigeninteressen. (als Story hierfür: „Floyd Lee war als Chefkoch bei der Army und meldete sich freiwillig in den Irak-Krieg. Er erlang mit seinem Pegasus-Speisesaal Berühmtheit unter den amerikanischen Soldaten, da er trotz der selben Grundausstattung eine Oase des Genusses und der Entspannung schuf. Lebensmittel nicht todkochte, sondern sie herrlich lecker mit seinem Team zubereitete. Er wollte nicht nur kochen, sondern gut für die Moral der Gruppe sein.) Schaffen Sie Appelle an die Identität in dem Sie lernen wie Entscheidungen aufgrund der Identität getroffen werden.
  6. schaffen Sie Geschichten!
    Geschichten als Inspiration (positive Energie, um Handlungen in Gang zu setzen; Sprungbrettgeschichten, eine „Moral“ ableiten, suchen Sie nach Plots, die herausfordernd, verbindend, kreativ sind), als Simulation (Anleitung, wie man handeln soll).

Diese Anleitung basiert auf den Ausführungen von Chip und Dan Heath die Ihr 6 Punkte Modell SUCCESs genannt haben. SUCCESs steht für Simple, unexpected, concrete, credential, emotional, Story). Eine schöne Anleitung mit positivem Spirit. Also: Viel Spass beim Umsetzen!

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Ein Gedanke zu “Unwiderstehlich – Von guten Stories

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