Tell stories to get fans

Die Faszination von Storytelling ist groß – speziell für uns (ACCEDO)/ mich, die wir Sie tagtäglich umsetzen. Aber bevor ich dazu komme, noch ein kurzer imaginärer Ausflug in die Metropole des „Geschichten Erzählens“: nach Hollywood.

Auf diesem „Pflaster“ muss man mit „seiner Geschichte“ ganz rasch auf den Punkt kommen. Denn nur dann bekommt man als Autor von einem Produzenten die Aufmerksamkeit und letztendlich eine Entscheidung zur Freigabe beträchtlicher Summen für die Verwirklichung eines Films. Time is money.

Stories sind die wohl effiziente Form menschlicher Kommunikation.
Effizienter, als jede andere Art Informationen zu „verpacken“. Power Point-Bullshit Bingo scheint speziell in der konzerninternen Kommunikation eine state-of-the-art Technologie zu sein, um Infos weiterzutragen. Aber inspirieren Sie wirklich irgendjemanden zu „Handlungen“?

Geschichten sind, wie es psychology today so schön sagt, eine state-of-the-heart Technologie, die uns verbindet, Emotionen transportiert und rasch komplexe Inhalte beschreibt. Genau aus diesem Grund ist das „Erzählen von Geschichten“ eine der
ältesten Methoden, um Informationen zu überliefern. Spannend, dass dies nun genau in unserer komplexen Welt aus unfassbar vielen Kommunikationskanälen wieder relevant wird.

Schon als ich als kleines Mädchen für meinen Vater Skript-Boards klebte, faszinierten mich die Skizzen von einzelnen
Filmsequenzen. Die wenigen kraftvollen Bilder, die das Kopfkino starteten und Ausschmückungen und Details durch die Gier nach der nächsten Skizze vernachlässigten. Wie schon die Gruppe Nymphenburg in ihrem Limbic® Brand Pilot zeigt, so sind Storys wesentlich für unser Gehirn. Neben  den Motiven, dem Targetting und den Cues und Codes, sowie den Discriminators sind Geschichten/ Stories wesentlich. Das Modell zeigt, „welche Bedürfnisse und Gefühle von Marken künftig aktiviert werden müssen“ – und so viel ist klar: Geschichten aktivieren.

Kehrtwende erreich Österreich … langsam

Bislang haben viele Unternehmen den Sprung in die diversen Kommunikationskanäle ebenso vollzogen, wie auch in der Vergangenheit. Nebst anderen nun auch eine Social Media/ Digital-Agentur gesucht und die „neuen“ Kanäle geentert. Christian Blümelhuber hat dies vergangene Woche auf der meshed3 so schön mit einem bildlichen Vergleich zusammengefasst: Marketing ist wie Porno. Eine Nummer nach der anderen und ein relativ dünner Handlungsfaden. Wie wahr!

Doch nun scheint sich langsam einiges umzukehren. Vergangene Woche auf dem Versandhandelstag des Handelsforums durfte ich Menschen und Unternehmen kennenlernen, die Storytelling teilweise schon einsetzen, wie etwa Leder & Schuh. Begleitet von meist noch angloamerikanischen Agenturen heben sie Ihre Markenkommunikation auf eine Transmedia-Ebene. Nicht die Kanäle dominieren, sondern die Story.

Sie wird in ihren Zeitverlauf entwickelt und in Episoden zerlegt. Und dann wird erst über die einzelnen Kanäle nachgedacht.
Social und mobile übernehmen z.B. mal das Teasing, Blog, PR und Online PR schaffen den expertenhaften Rahmen und Klassische Werbung platziert das Offer und die Promotion. Direkt Marketing bricht das Angebot auf die Kundendaten runter und Event inszeniert emotionale und faktische Berührung mit dem Kunden, usw.
Schöne neue Welt. Nicht die Kanäle und deren Agenturen entwerfen Teilstories, sondern die Geschichte ist klar und wird dem Adressaten der Markenkommunikation – den Kunden – in bits & pieces nahegebracht. Hier findet Kritik ebenso ihren Raum, wie
konstruktiver Input.

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