re:publica – Flachbildschirmrückseiten-Beratung und Trolle

In den letzten Tagen fand eine der wohl spannendsten Konferenzen zum Thema Blogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft im deutschsprachigen Raum statt: die re:publica. Abgesehen von Le Web ist sie mit Sicherheit einer der spannendsten Plattformen in Europa, die sich rund um Virales, Virtuelles und Digitales. re:publica versteht sich per Eigendefinition als politische, kulturelle, vor allem aber als sehr junge Veranstaltung, die sich von einem familiären Bloggertreffen mit 800 Besuchern (für deutsche Ausmaße „familiär“) zu einem unverzichtbaren Event für Branchenprofis entwickelt hat.
Es gibt im europäischen Raum kein Event mit einer vergleichbaren Heterogenität und einem ähnlich weit gefassten Themenspektrum von Kunst, Medien und Kultur über Politik und Technik bis hin zu Entertainment.

Die Appelle, die auf der re:publica dieses Jahr ausgesprochen wurden waren wohl deutlicher, als jene der letzten Jahre. Und gerade deswegen möchte ich die Leser dieses Blogs ein wenig mit auf die Reise in die digitalen Gesellschaftsströmungen nehmen. Ich will Euch die außerordentlich gelungenen und inspirierenden Vorträge, die in den Tweets, Foren und Blogs anderorts besonders gelobt wurden zeigen und Euch mit den Begriffen „frisch Gesurfter“ und „Flachbirdschirmrückseiten-Beratung“ bekanntmachen.

Einer der bemerkenswerten Beiträge stammt von Gunter Dueck, Mathematiker und Philosoph der Neuzeit. Dueck wurde unter anderem durch die Veröffentlichung seiner ganz eigenen Philosophie in Form einer Trilogie (“Omnisophie: Über richtige, wahre und natürliche Menschen”, “Supramanie: Vom Pflichtmenschen zum Score-Man” sowie “Topothesie: der Mensch in artgerechter Haltung”) auch ausserhalb des akademischen Umfelds bekannt.
Als präziser Denker und pointierter, wenn auch ausgesprochen schräger Redner ist Dueck der These „Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“ auf der Spur. Seine Bezüge auf Politik, Webgesellschaft, Konzerndenke und neuer Arbeitswelt geben zum Nachdenken und Vielfach zum Schmunzeln Anlass. Jedenfalls aber sind sie ein kongenialer Virus in den eigenen Synapsen, der dazu anregt „Veränderung“ mitzutragen.

Ein weiterer Beitrag der re:publica stammt von Sascha Lobo. Bunter Vogel der Internetgesellschaft mit dem Auftrag zur Disruption und Widerspiegelung. Er geht mit dem Auditorium hart ins Gericht und demonstriert „show cases“ vom Umgang mit Trollen der Netzgesellschaft.
Als Autor und Strategieberater beschäftigt Lobo sich mit den Auswirkungen des Internet auf die Gesellschaft sowie mit den Auswirkungen der Gesellschaft auf das Internet. Lassen Sie sich als hart „ansprechen“ und geniessen sie die Pointen…

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3 Gedanken zu “re:publica – Flachbildschirmrückseiten-Beratung und Trolle

  1. Pingback: re:publica XI: Die Nachberichte | offensichtlich

  2. Pingback: Blogrundschau zur re:publica 2011 – Meinungen aus dem Netz. | Netzfischer

  3. Pingback: re:publica XI: Was andere Blogs darüber schreiben | warndorf.KOMMUNIKATION

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