Revival of TV

Fernsehen ist tot. Es lebe das Fernsehen. Wie oft haben wir gehört, dass das „Erscheinen“ neuer Mediengattungen, alte Medien zerstort. Und doch: Die Realität belegt immer wieder, dass es anders kommt. Und so befinden wir uns in einem hervorragenden Miteinander von Büchern, Zeitungen, Magazinen, TV, Web und Social Media. Natürlich leidet so manche Mediengattung unter diesen Entwicklungen, siehe Print vs. Onlinejournalismus. Eine ewige Debatte, über den Nutzen, den diese Medien für Leser haben werden, sollen und müssen.

Aus der Medienforschung hörte man lange Zeit hindurch nur Verstörendes, an der Zeit vorbeigeforschtes, doch auch sie findet mehr und mehr ihren Platz und kommentiert den neuen Mediendruck. Die Forschungsansätze rund um die Medien-Zukunft weisen in puncto TV auf personalisierten Fernsehen hin. Mit on-demand-Advertising, Live-TV und Niche-TV zeichnen sich neue Modelle ab.

On demand advertising

Immer mehr online-Angebote und Recievervarianten eröffnen uns die Möglichkeit fernzusehen, wann wir es wollen. Also zeitversetzt zu den Ausstrahlungszeiten (Mediatheken der großen Sender, On-demand Video, Youtube, usw.) Bei diesem time-shifting ersparen sich die User ermuedende Werbeblöcke. Schon jetzt nutzen Seher immer öfter „personalisiertes Fernsehen“, indem sie den Content im Netz abrufen und Unerwünschtes (Werbung) ignorieren. Werbung, die es nicht schafft mit Qualität zur Bereicherung zu werden, sondern immer mehr zu lästigen Störung wird. Trotzdem im Onlineangebot seinen Werbeplatz zu finden, ist nun die „Kunst“, die Unternehmen beherrschen müssen. Google will hier künftig optimierte Lösungen zur Relevanzsteigerung anbieten, die demnach auch mehr Interesse bei den Sehern für Werbecontent bringen. Eine intelligentere Technik soll helfen herauszufinden, welche Interessen Zuseher haben und in Folge Werbespots bereitstellen, die aufgrund des besseren Targetings Relevanz haben.

Live TV

Der On-demand Trend führt in der weitergedachten Kausalkette zum Live-TV. Youtube´s Ambitionen habe ich bereits dieser Tage kommentiert.
Immer mehr Vermarkter von Großereignissen haben mittlerweile gelernt, dass die Usage von Social Media bei Live-Events nicht nach unten geht, sondern ganz im Gegenteil ansteigt. (Wer dazu schon mal während #imzentrum mit ebendiesem Hashtag getwittert hat, wird das bestätigen können.) 🙂
Diese Crossmedialität bietet ungeahnte Multiplikationskraft und sorgt jenseits des grossen Teichs bereits für euphorisch nnovative und kreative neue Ansätze. 

Niche TV

Fernsehen am TV-Gerät – Das ist nur eine vieler Optionen, denn mehr und mehr kann TV-Content auf unterschiedlichen Screens ausgeliefert werden: Smartphones, Pads & Tablets, HDTV,… Viele Sender spielen hier bereits als Contentprovider besser mit, als die „Monopolisten“ – besonders in Österreich. Die hierzulande gelebte Digitalisierung von Inhalten ist dank der Entscheidungsträger elendig.

Plattform, wie Youtube sollen für Werber relevanter gestaltet werden, um hier einen Gegenpol zu setzen. So versucht Google Nischen-Channels zu starten und holt dazu good-old-Hollywood auf den Plan. Die Idee dahinter ist einfach: Nischenkanäle spezialisieren sich auf Themenfelder. Somit läßt sich professioneller und persönlicher/ privater Content für eine breite Öffentlichkeit optimal bündeln.

Bei der Themenrelevanz hat Google ja aufgrund der Suchplattform eine gute Heritage.

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