Trends 2011 in Sachen „Social Media“

Wie immer zu Jahresanfang hagelt es allerorts eine Vielzahl von Trends zu diversen Themen. Interessant fand ich dieses Jahr die Social Media Entwicklungen zu betrachten, die auf uns zukommen.

  1. Unternehmen werden zu „Publishern“ – Bislang bedienten sich Unternehmen immer verschiedener Mittler, die Botschaften weiterverbreitet haben. Seit Social Media Kanäle & Microblogging-Tools nun die Möglichkeit dazu geben, können Companys ihre eignen Inhalte, selbst publizieren. Das erfordert, die richtigen Messages zu erkennen und finden.
    Nun geht es darum, dass Search und Social mit wertvollen Inhalten befüllt werden – und es geht darum das Publikum zu FINDEN.
    Hilfreich kann es hierbei sein zu identifizieren, WOBEI ein Unternehmen seinen Kunden helfen kann. So findet man im Web jene „Räume“, wo Kunden und solche, die das noch werden sollen nach Hilfe und Unterstützung suchen. Kenne Deine keywords – könnte man sagen, denn genau dann ist man am „richtigen Pfad“ beim Publizieren des relevanten Contents.
    Doch: Wie findet man „seine“ Keywords? Zum Beispiel in dem man auch mal seine eigene Site analysiert, die Keywords seiner Branche analysiert. Dann muss in den Content investiert werden – die „Währung der Zukunft“. Der Inhalt muss es wert sein geshared und gesucht zu werden.
  2. Demnach ist der nächste „Schritt“ – der wertvolle Content. Bislang waren Inhalte im Web eher „suchmaschinenfreundlich“ oder „leserfreundlich. Die Suchmaschinenfreundlichkeit durch kleine oder größere Menge Keywords verursachte, dass die Texte teilweise un- bis schwerlesbar wurden.
    Um es einfach zu machen: Jedes Unternehmen – könnte man so sagen – ist da, um irgendjemandes „Problem“ zu lösen. Und Keywords sind die besten „Signale“ am Weg zu den Problemlösungssuchenden.
    Methodisch kann man am besten so vorgehen den Content des eigenen Geschäftsbereiches / seiner Branche rund um die wesentlichen relevanten Keywords zu publizieren (social FAQ sozusagen). Erzählen Sie des weiteren Storys – authentisch und spezifisch für ihr Business und mit Problemlösungsansätzen.  Helfen Sie dabei, Anliegen rasch lösen zu können.
  3. Irgendwie drängt sich in der letzten Zeit immer mehr die Einsicht auf, dass nach der anfänglichen Social Media Schreckstarre, nun „Marketing“ angetreten ist, um Social Media in Besitz zu nehmen.
    Doch wie lassen sich die beiden optimal verknüpfen. Ich verstehe Marketing als „Demand creation“. Nun kann man sagen Social Media könnte diesen Bedarf „erfüllen“.  Klar ist aber jedenfalls, Unternehmen sollten Kapazitäten für beide Bereiche zur Verfügung haben.
    Der Bedarf und der Hinweis auf Produkte wird mit klassischen Methoden kreiiert, durch die „Suchmaschinen“ finden Menschen, was sie bis vor Kurzem noch nicht benennen konnten.
    Wesentlich ist, dass Social Media Einsatz keine kurzfristige, schnelle Methode der Ansprache ist.
    Es ist wahrscheinlich zur Zeit die Langsamste. Es braucht eine Menge Courage aus Unternehmenssicht, sich in das Wagnis Social Media zu begeben. Eine Strategie dafür zu entwickeln „zahlt keine kurzfristigen Dividenden“, sondern baut Beziehungen auf, u.z. mit allen ups & downs.  Denn diese Beziehungen mit aller Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu führen, ist das was „customer value“ und Glaubwürdigkeit aufbaut, doch auch am Schwersten fällt.
  4. Social Media Action braucht dezentrales Denken. Immer mehr auch in Österreich beginnen fast obligatorisch Social Media-Company-Accounts zu existieren – egal für welches Business. Sich mit dem Umfeld in einen wahrhaftigen Austausch zu begeben, ist „kein Job“, sondern eher eine Fähigkeit, die nicht nur „ein Social Media Experte“  im Unternehmen haben kann/ soll, sondern, die am besten jeder im Unternehmen erfüllt. Wenn sie mit Kunden und potentiellen Kunden sprechen, machen Sie aus deren Anliegen jene Inhalte, die sie bearbeiten und beantworten – und lösen.
  5. Ja, Social Media tut weh. Konsumenten sagen Ihnen ungefärbt, was gefällt und nicht gefällt. Das ist sehr oft nicht angenehm, hinterlässt aber oftmals wertvollere Erkenntnisse, als jede noch so große Marktforschung. Wichtig zu sehen ist: Die Konsumenten tun jedoch ihre Meinung „mit“ oder „ohne“ ihre Teilnahme kund.
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