Journalismus – Recherche 3.0

Neben den traditionellen Quellen greifen immer mehr Journalisten für ihre Beiträge und Recherchen auf soziale Netzwerke zurück. Dabei werden Pressemitteilungen und persönliche Kontakte naturgegebenermaßen mehr vernachlässigt. Unsere interne Erfahrung bei ACCEDO zeigen (Durchschnittswert von @-Versand-Trackingtools), dass die klassische Presseaussendung maximal nurmehr von einem Drittel der Journalisten gelesen wird.

Immer öfter wird Social Media rechercheergänzend eingesetzt. Eine im Sommer erschienene Studie „Survey on Social Journalism“ (vom PR-Dienstleister Cision in Zusammenarbeit mit der britischen Universität Sunderland) zeigt auf, dass der Einfluss von Facebook, LinkedIn, Twitter und Co. auf die Arbeitsweise in englischen, französischen und deutschen Redaktionen massiv ist. Ich bin so frech und nehme einfach an, dass man diese Ergebnisse auch auf Österreich anwenden kann.

549 Journalisten nahmen an der Studie teil, die folgende Ergebnisse in Kürze aufzeigte:

  1. Social Media hat sich als Arbeitsinstrument bei Journalisten etabliert – besonders stark im Großbritannien mit 74 %der britischen Redakteure, die sozialen Netzwerke eine wichtige Rolle in ihrer täglichen Arbeit einräumen. In Deutschland und Frankreich waren es 50 %.
  2. Für die Prüfung von Fakten sind Medienvertreter länderübergreifend eher konservativ unterwegs: Lieber auf der Unternehmenswebsite recherchieren, mit der Pressemitteilung abgleichen oder den zuständigen PR-Fachmann anrufen. Gott sei Dank 🙂
  3. Erstaunlich ist die Nutzung von Wikipedia: 60 % der Befragten nutzen mindestens einmal die Woche die freie Online-Enzyklopädie, um Zahlen und Basisdaten ihrer Artikel gegenzuchecken.
    News-Dienste dienen nur bei 34 % und Blogs nur bei 22 % als Überprüfungsquelle.
  4. Lt. den studienauskunftgebenden Journalisten steht es schlecht um den Umgang von PR-Berater mit Social Media umzugehen. Grund dafür ist die mangelnde Zeit die sich PR-Vertreter nehmen um mit Redakteuren über Social Media Kanäle zu kommunizieren.
    Eine Chance, die man ergreifen sollte, denn immer öfter entstehen hier Dialoge die massgebliche Informationen und Zugänge von Journalisten aufzeigen.
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