Aus dem täglichen Leben mit Kommunikation im Wandel

Nach einem ermüdenden Tag und anstrengenden Wochen beschäftigen mich einige Gedanken, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Würde mich sehr interessieren, wie ihr das so seht.

Medien befinden sich im Wandel. Das haben wir nun oft genug zu lesen, um es auch aktiv wahrzunehmen. Journalismus wandelt sich. Auch in Österreich. Endlich auch in Österreich. Ein Umfeld entsteht, in welchem immer mehr Menschen die Möglichkeit haben, zu publizieren und Ihre Sichtweise zu verdeutlichen.
Das hat mal weniger tagesaktuelle „Auswüchse“ wie mein kleiner Blog, mal hat es tagesbezogene und top-aktuelle Inhalte, die der Welt einen anderen subjektiven aber jedenfalls ergänzenden Blickwinkel hinzufügen. Diesem Citizen Journalism kommt wachsender Einfluss in der digtalen Kommunikation zu und eben dadurch verändern sie die Medienrealität.
Klar ist, dass Blogs von unabhängigen Personen oder Gruppen Themen, Fakten und Sichtweisen aus einem anderen Blickwinkel darbieten, die vielleicht so von traditionellen Medien nicht darstellen.

Indem sie der Öffentlichkeit neue Fakten oder subjektive Blickwinkel hinzufügen und eine alternative Perspektive bereit stellen, die von den traditionellen Medien nicht oder nur unzureichend beleuchtet wird, tragen sie entscheidend zur Pluralisierung des öffentlichen Diskurses bei. Und das wird auch von den traditionellen Medien bis hin zu Nachrichtenagenturen mittlerweile anerkannt und auch genutzt. Weblog- Kommunikation löst die Grenzen zwischen Sender und Empfänger auf.

Ob diese Berichte tatsächlich einen Beitrag im demokratischen Prozess darstellen, sei dahingestellt und jedem Rezipienten selbst zur Beurteilung überlassen.
Nun aber meine Bedenken: Es ist die Welt jener Kommunikatoren mit denen man tagtäglich arbeitet und die sich mit dem Bedarf der medialen Wirklichkeit nicht so recht anfreunden wollen. Immer und immer wieder führt man Diskussionen, dass man so wie die traditionellen Medien auch digitale, bloggende „Publizisten“ in die Kommunikation miteinbinden muss, Inhalte verfeinern und breiter anbieten muss. Klar ist uns Beratern, dass der traditionelle Journalismus  die Exklusivität zum Zugang und zur Organisation von medialer Öffentlichkeit mehr und mehr verliert.
Blogs verbessern die Qualität des öffentlichen Diskurses dahingehend, dass sie die Arbeitsweise der traditionellen Medien in Bezug auf die Funktion des Agenda-Setting verändern.Und das muss man auch von Seiten der Unternehmen wahr-, ernst und annehmen. Doch just, wenn man Programme anbietet, um relevante Inhalte anzubieten und aufzubauen, bekommen Unternehmen „kalte Füsse“.  Just dann erschallt der Ruf nach „traditioneller Medienarbeit“ und die Furcht vor der Unsteuerbarkeit von Kommunikation wird in vielen bunten Facetten dargelegt. Sogar von Unternehmen deren Produkte digital sind und deren maßgeblicher Kommunikationskanal ebenso digital sein sollte.
Ja, Journalisten googeln. Ja, Konsumenten surfen. Ja, sie lesen Blogs und Foren und hören auf Empfehlplattformen und ihre sozialen Netzwerke. Ja, es wird in Zukunft nicht mehr darum gehen Kommunikation zu steuern, sondern wertvolle Information und Einblicke anzubieten.

Just davor haben viele Angst, obwohl sich viel damit bewegen läßt. Auch im Hinblick auf die Medienwirklichkeit, wie dieses Video beweist…

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