Die heilige Kuh ORF

… macht so manchem GIS-Zahler mittlerweile reichlich Kopfweh. Neuestes Highlight an Übelkeit war „Helden von morgen„. „Jubel, Tränen und falsche Töne“ – wie wahr dieser Claimer des ORF doch ist! Allerdings gilt er für das Publikum!

Es ist müßig sich in Details damit aufzuhalten das Format zu kommentieren, allerdings hätte man wenigestens vorausetzen können, das die Macher mit unser aller Gebühren, die eine oder andere internationale Vorlage ansehen oder sich gar an der Auswahl von Jurys orientieren. Wieder einmal eine Chance es richtig gut zu machen, die vergeben wurde. Bei den Recherchen allerdings habe ich mir die Website für „Helden von morgen“ http://heldenvonmorgen.orf.at/ angesehen. Geniesst selbst! Diese ist aus meiner Sicht ein besonderes Highlight für sich. In Entbehrung von Navigation, Kandidaten /Jury-Vorstellung oder Sharing-Tools, u.ä. hätte es ein simpler WordPress-Blog echt ganz viel besser aussehen lassen.

Doch was viel schlimmer ist – es scheint niemanden mehr zu stören. Irgendwie wird das Tun am Küniglberg nicht mehr für voll genommen und man hat eigentlich abgeschrieben, dass man auf heimischen Programmen der ORF-Abstammung irgendetwas in Euphorie-Versetzendes sieht. Selig denken alle mit verklärtem Blick an die Zeiten von „Universum“-Launches zurück und ein paar Verzagte klammern noch an Lachbringern, wie „Donnerstalk“ und den „Kaiser“ (der doch oder doch nicht wieder on air geht).

Auch wenn man mit Insidern im Sender spricht, hört man nur von internen Machtkämpfen – zuletzt z.B. mittels Lauschangriff auch völlig unerwartet 🙂 von E.Oberhauser. Und man hört, dass es im Grunde egal ist, wenn man intern Vorschläge Ideen und Anregungen los wird, diese verhallen in den weiten Gängen des Küniglberg ungehört. Kein Wunder bei so viel Professionalität. Da macht einem die Ankündigung von weiteren Einsparungen richtig Angst.

Sommer-Werbe-Gespräche

Schon im Sommer saß man staunend vor der Flimmerkiste, wenn man durchschnittlich politisch interessiert, den Sommergesprächen von Ingrid Thurnher folgte. Speziell für PR-Agenturen war das Set außerordentlich interessant!

Politiker vs. UnternehmerIn vs. Thurher – nur, dass die Gespräche vor Ort in Unternehmen abgehalten wurden und ebendort zu werblichen Placements der besonderen Art verkamen. Von der beschränkt eloquenten „Gegenwehr“ der Unternehmer abgesehen, waren Logos, Shops und Produkte gut sichtbar platziert.

Selbstverständlich haben wir als brave PR-Berater sofort nachrecherchiert, bei ORF-Enterprise angerufen und herausgefunden, dass dies keine Werbedeals waren. Die „Unternehmer-Diskutanten“ hüpften ohne Spendings in die beste Sendezeit und freuten sich ebendort über gute werbliche Darstellung ganz besonders.  

Lieber ORF, es wird Zeit für Qualitätsmanagement.

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