Buchmacher Amazon, Apple & Google

Drab Makyo/ Creative CommonsNachdem Apples iPad angekündigt wurde, meint die Welt es stünde nun wieder eine Revolution einer Branche vor der Tür. Die „Revolution der Verlags- und Printmedienbranche“. Über die Qualität dieser Mutmaßungen könnte auch ich nur philosophieren. Doch wenn man sich die „dank“ iTunes eingeläutete Revolution der Musikbranche ansieht, so ist das breite Grinsen der Musikmanager (bis das von Dieter Bohlen 🙂 ) recht eisig!
Doch zurück zur Buchbranche! Zwei proprietäre Systeme dominieren den Internet Vertrieb: Amazon mit dem e-Book-Device Kindle und nun neu im Spiel Apple mit dem iPad. Beide sind zur Zeit heftig damit beschäftigt den Markt von einer Partnerschaft zu überzeugen: Amazon tut es „über den Preis“; Apple über das „flexible und höherpreisige Angebot für die Verlage“.

Dieses Szenario scheint sich nun weiter zu verändern, denn nun plant Google in diesen Markt einzutreten! Google Editions – ein digital book store ganz im Google Style, der diesen Sommer gelauncht werden soll:  http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703866704575224232417931818.html

Google ergänzt diesen Service nun im Rahmen der in der Vergangenheit vielfach umstrittenen Buch-Suchmaschine und das in einem offenen System. Und ich muss hier festhalten, das finde ich ja soooo viel sympathischer, als die „wenn-ich-Dich-in-meinem-Netz-habe-dann-gehörst-Du-mir“-Systeme von Apple & Co.

Das System mag sich vielleicht, wie ein weiterer Launch der Großen anhören, doch im Detail betrachtet muss sich Kindle & iPad tatsächlich „warm“ anziehen, denn

  • Apple & Amazon haben ihre e-Books mit kniffligen digital rights managements gesperrt, um sicherzustellen, dass man sie nur über deren Endgeräte „liest“. Proprietäre Systeme eben!
  • Lt. Chris Palma/ Google soll allerdings Google Editions nicht nur für eine Reihe von nicht-Google-Websites lesbar sein, sondern außerdem für jeden e-Book-Reader, der über einen Webbrowser verfügt. Zudem soll es möglich sein Bücher direkt vom Händler zu beziehen, was diesem definitiv das Überleben sichert und einen Anteil am „Kuchen“ garantiert.

Mehr „offen“ geht wohl nicht!

Wenn´s um die Preispolitik geht, hat sich Google auf keine klare Linie festgelegt, denn man überlegt, entweder selbst Preise festzusetzen, oder aber die Preise der Verlage zu übernehmen. Genau hier wird es aber kniffelig, denn Amazon macht gerade massiv Druck auf die Verlage hinsichtlich deren Preisgestaltung. Und Apple versucht gerade sich als „Freund der Verlage“ und Retter der Branche zu präsentieren. Dennoch der Google Ansatz steht für schiere Größe und Breite sowie dem sympathischeren Zugang, auch wenn sich dahinter ein „Riese“ verbirgt.
http://pro.gigaom.com/2010/02/the-price-of-e-book-progress/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s