Das Ende von Command-and-Controll oder Hilfreiches zu PR 2.0

Wir leben in exponentiellen Zeiten.“ Diesen wirklich schlauen Satz liest man fast in allen Präsentationen der großen Agentur-Networks. „Es geht um den Kampf um Aufmerksamkeit“ – auch ein Satz, der sich in ebendiesen Präsentationen findet.

Aufmerksamkeit – „Die neue Währung“ (auch das haben sie sicherlich schon gelesen), die in Zeiten von UGC (user generated content) jeder für sich beansprucht. Ein „Anspruch“, der so absurd, wie interessant ist, weil er eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet. Zu diesen komme ich einen klitzekleinen Absatz später.
Denn für eines muss ich hier unbedingt noch Raum finden: Die kommunikative Verwirrung von Marken, Markenführenden und Auftraggeber im Hinblick auf sterbende one-way-Marken-Kommunikation oder auch im Agentursprech „command-and-controll“-Haltung.

Eigentlich ist es ganz einfach! Wie schon in der „Steinzeit der Marketingkommunikation“, gilt es immer noch Zielsetzungen zu formulieren und sich dieser ganz bewußt zu sein, um Strategiefindung und schließlich gekonnte, treffsichere Kommunikationsempfehlungen möglich zu machen. Diese simple Leitschiene von Kommunikationsplanung scheint gerade massiv verbeult zu sein.

Wir müssen in facebook!“ Oder: „Wir brauchen für diese oder jene Produktlancierung ein Gespräch mit Wirtschaftsjournalisten!“ diese und viele ähnliche Forderungen trudeln tagtäglich bei PR- Werbe-, Web-, Dialog-Agenturen ein. Bislang reagieren diese mit „Erfüllungshelfertum“ oder „Missionarischen Bekehrungen“ – beides Wege, die weder die eine, noch die andere Seite zufriedenstellen und für massive Atmosphärenstörungen sorgen.

c: Facebook

Doch ich bleibe dabei: Eigentlich ists ganz einfach!
Ziele formulieren und bei seiner getroffenen Agenturwahl darauf vertrauen, dass dort Menschen arbeiten, die wirklich auch Strategien schmieden können! Schließlich haben wir vor 20 Jahren auch nicht Mailings an Haushalte versandt und reingeschrieben „Was wollen Sie eigentlich von uns hören/ lesen?“ (vgl. „Wir müssen auf facebook!“ Antwort: „Um eigentlich was dort zu erreichen?“) oder 16-und-mehr-Bogen-Weissraum-Plakate affichiert. Menschen im Kommunikationsgeschäft müssen das können. Denn die sich beschleunigende Entwicklung und wechselnde Gewichtung von Kanälen erfordert von uns „Agenturmenschen“ eine große Flexibilität.

Nun zur den oben angesprochenen Möglichkeiten – Hilfreiches zu PR 2.0.

„The future is already here!“ verkündete Wiliam Gibson mit dem Beisatz „…it´s just unevenly distributed!“. Es ist also unglaubwürdig, dass man nur die Augen schliessen muss, und das Web ist wieder fort! Immer noch hört man oft den Satz „Ja, aber damals bei Second life…“ Die Booms und Bubbles sind symptomatisch für sich unfassbar rasch entwicklende Dinge, wie Social Communication und Web im Allgemeinen. Wenn man im Beta-Stadium von Entwicklungen bereits „rausgeht“, muss unweigerlich der Fehler und Fehlgriff mein Wegbegleiter sein. Wenns gut geht, war man der „early bird“, der bekanntlich die fetten Würmer fängt! 🙂

Wie wirkt sich Web 2.0 darauf aus, wie man heute PR andenken muss?

  1. Blogs – the new press release
    Eine interaktive, online News-Variante. Persönlich und / oder professionell zu nutzen. Leicht einzurichten und zu nutzen. User können kommentieren und Updates abonnieren. Übersichtlich organisiert (Tags, Stichworte, Permalinks) und leicht such- und auffindbar und quasi gleichzeitig ein Archiv. Verbunden mit multimedialen Inhalten (Vids, Bilder, Links) und verlinkt mit Communities.
    http://www.ideastorm.com/ 
    http://fastlane.gmblogs.com/PR-Nutzen: Kommunikation von News online; Expertise in seinem Feld einnehmen; Leadership in Themen; Fans gewinnen; Stakeholder einbinden; Der Nachricht/ dem Unternehmen (ein) Gesicht(er) geben; Interaktion mit der Blogger-Community; offenes Krisen-Management in Echtzeit
  2. Der Podcast
    Audio- und Video-Blog-Content, download- und abonnierbar; offene, bekannte Formate; die gute Alternative zu Broadcasting, dennoch aber mit der Option „live“ zu sein: Livecasting
    http://pwc.podcast.com/
    http://www.blendtec.com/willitblend/ Der Klassiker unter den Produkt-PR online Supererfolgen!PR-Nutzen: Neews-Kommunikation in Multimediaformat; vertiefende Infos „leicht geniessbar“; Branded Entertainment/ Infotainment; „Leicht bekömmliche“ Alternative zu white papers
  3. RSS
    Die Web-Newsnetzwerk-Version; News, ohne belastende Gestaltung; Der schnelle Weg zu Infos und Updates (feeds); neue Infos verschiedenster Sites in einem Format; eMail client browser based
    http://www.blendtec.com/willitblend/rss/itunespodcast.xml um bei will it blend zu bleiben
    http://www.rss-agent.at/rss-verzeichnis/beliebte-rss-feeds.html Hier eine kleine Österreich-ÜbersichtPR-Nutzen: Laufender effizienter und angenehmer News-Tracker; Newsfeeds anbietbar gegenüber Stakeholdern und Journalisten
  4. Livestreaming
    What are you doing? Microblogging (TWitter) im SMS Stil; Mobile; Quasi Massen-Short-Messaging, per Abo
    http://www.tastelive.com/
    http://twitter.com/BARACKOBAMAPR-Nutzen: Call to action; Live Event-Berichte; Announcements und Krisenmanagement
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