Wie man Social Media für PR nutzen kann

Eines ist nur allzu klar. Die PR-Landschaft wandelt sich!
Das eMailen von Presseaussendungen an Journalisten zieht meist wenig und oft nicht die gewünschte Coverage nach sich und schon gar nicht landet man damit in der ZIB 1, 2 oder 3 – außer wenn es sich um weltbewegende oder jedenfalls berichtenswerte, skandalöse oder skurrille Ereignisse handelt. 

In diesen Tagen zählen auch Blogger zu den Journalisten. Sie haben Einfluss, sind eigentlich nicht steuerbar und betreiben Konversation mit „ihrer Gemeinde“, was die von ihnen verarbeitete Information scheinbar relevanter macht und daraus wiederum manche Journalisten Schlüsse oder Themeninspirationen ziehen!
Konversation. Engagement. Interaktion.

Social Media für gute PR

Warum? Tja, Medienmenschen hängen mittlerweile nur allzu oft in diesen „Sphären“ und suchen dort nach Anregungen und Story Ideas. Aber Achtung: Social Media Pitching ist sicherlich gar kein Weg zum Erfolg. Medienmacher, Redakteure und Journalisten wollen nicht auf Twitter Informationen „zugezwitschert“ bekommen.
Es gilt also neue Wege zu definieren. So umfassend und gross unsere Welt scheint, so klein ist sie in Wahrheit. Social media Tools wie Twitter, Facebook, LinkedIn, Digg, blogs, video und Websites sind oder können ganz schnell Teil der integrierten Kommunikation werden. Und es ist eigentlich wirklich einfach geworden sich mit jemanden zu connecten/ befreunden/ followen und zu beobachten, was er tut und wie er es zu tun pflegt. Journalisten und Blogger sind da nicht anders.  Daher ist Social Media ein sensationelles und interessantes Tool, um mehr zu erfahren und zu „lernen“.

Es ist doch hervorragend, wenn ich mehr über einen Gesprächspartner weiss und auch ganz einfach recherchieren kann, als ich das bisher als PR-Berater konnte. Die Website des Mediums, dann vielleicht eine Bio, oder einfach eine Google Suche, die mehr ans Tageslicht bringt. Immerhin 8 von 10 Mal findet man von jemanden ein Twitter- oder Facebook-Profil oder einen persönlichen Blog.

Beobachten, lernen und studieren dieser Quellen bringt Ansatzpunkt zu Journalisten und somit ein wenig mehr Relevanz in die Ansprache derer. Eine klassische Win-Win-Situation, wenn man so will! 
Hilfreicher Tipp: Notieren Sie die gefundenen Links in der Kontakt-Database in den Verteiler-Listen. 🙂

Erst im zweiten Schritt gehts daran, sich zu überlegen, wie und wo man posts kommentieren und Kontakte knüpfen kann. Ein Retweet eines Journalistischen Contents auf Twitter ist sicherlich hilfreich. Eine kleine freundliche Notiz auf Facebook hilft sicherlich auch – aber auf keinen Fall ein Storyselling. Man ist nur auf dem Radar aufgetaucht mehr nicht – und das ist gut so.
Ja, sie haben richtig geraten: Dieser Vorgang geht nicht einfach mal eben so über Nacht.
Wie im richtigen Leben, will auch im Social Media Life der Respekt vor Privatsphäre gewahrt bleiben und Anbahnung wohl überlegt sein. Immerhin spricht man ja ein Mädchen oder einen Typen, den man cool findet auch nicht einfach dumm von der Seite an ohne sich vorher wenigestens ein paar Gedanken gemacht zu haben, was man sagen will und welchen Eindruck man vermitteln will.

Demnach Vorausplanung und einige Wochen Vorlaufzeit sind sicherlich wohl investiert, um mehr über den Menschen, Journalisten, Blogger herauszufinden.

Sei eine Quelle

Viele der Journalisten geben auf Facebook, Twitter & Co. Hinweise, wenn Sie gerade an Geschichten dran sind. Sie suchen Informationen oder Meinungen und machen kleine Umfragen, z.B. ehemals Armin Wolf mit den Fragen an ZIB2-Gäste, usw..
Als Berater in der PR-Branche ist es wesentlich solche „Tipps“ und „Hinweise“ am Radar zu haben. Gutes Story Pitching ist durch ein ausgewogen Maß an Zuhören und Aufmerksamsein und durch Hinweisgeben, sicherlich einfacher geworden. Wenn sich aber nun diese Themenhinweise von Journalisten und Medien nicht finden lassen, dann muss man wohl die Story, die man gerade im Köcher hat, lancieren. Aber eben z.B. auch auf Twitter & Co., was oft nicht einfach ist, denn Komplexes interessant auf 140 Zeichen zu verknappen, ist ein schwieriger Job. Aber auch daran ist nichts Neues: Denn gutes Teasing war immer schon Part of the Job!

Social Media in die PR-Arbeit einzubauen, heißt nicht den gesamten PR-Plan darauf aufzusetzen, nichts anderes mehr zu unternehmen und dort unglaublich viel Zeit zu verlieren / investieren. Nutzen Sie die verschiedenen Kanäle und Wege: Klassische Presseaussendung, Blogs, Social Networking Sites, und kreiieren sie „runde Geschichten“ und keine Hohlphrasen, die zu dreschen es sich nicht lohnt. Eines ist sicher: Gut gemacht und auf Relevanz geachtet, kann das Investment in Social Media Spass machen und einiges bringen.

Have fun!

 

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