Phänomen iPhone

c: Josh Trefete

c: Josh Trefete

Ungeachtet der Tatsache, dass Apple mit dem Launch des iPhone tatsächlich viele Kräfte des Telekommunikationsmarktes außer Karft setzte, steht man nun vor dem Apps Phänomen. Aber chronologisch…

Phänomen 1: In Österreich lancierte t-Mobile das iPhone zu einem Preis von immerhin EUR 699,-, hier griffen viele der early adapters zu. Nicht einmal ein Jahr später kostete das touchscreen-cool-device gestützt nurmehr EUR 0,-, der Zeitpunkt für viele Kids, Teens und Twens danach zu schnappen.
Das kann man insofern als phänomenal bezeichnen, weil sich trotz der neuen Zielgruppen die sogenannten Trendleader nicht von dem Produkt verabschiedeten, sondern es stattdessen weiterhin mit Stolz zur Schau trugen. Quasi ein Statement.

Phänomen 2: Retail. Bislang fanden sich in den Shops der Betreiber eigentlich nie Möbel der Hersteller. Oft angeboten von Sony Ericsson, Nokia und Konsorten, wurden die Möbel immer mit dem Hinweis auf die Betreiber-CD-Guidelines abgelehnt. Da „wackelt“ Apple lässig mit dem iPhone um die Ecke, und gibt den Betreibern zu verstehen, dass der Vertrieb nur in den eigenen Apple-Mobiliar am PoS zu präsentieren ist und dieses auch noch recht horrend kostet.
Ein Phänomen! Denn nun war das Corporate Design der Shops plötzlich nachrangig und das visuelle Statement von Apple nur zu willkommen.

Phänomen 3: Die Technik des iPhones. Dieses Thema wurde nun wirklich zu bereits hinlänglich anderorts behandelt… Nur soviel: Immerhin kann man mit dem jüngsten Produkt immerhin MMS empfangen und SMS weiterleiten! Hurra!

Phänomen 4: iPhone Apps: Ob man ein Bier über den Thresen schießt und danach trinkt oder anderes… Menschen programmieren unzählige Applications für das iPhone. Doch nicht nur das, viele Companys und Konzerne legen Applikationen für iPhone auf. Wenn man sich nun den Marktanteil global ansieht, so ist dieser eigentlich gering: ca. 4% (in volume)!!! Leute, wozu all diese Apps und das auch noch mit teuren Marketinggeldern….? Einfach ein Phänomen!!
Congrats Apple!

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2 Gedanken zu “Phänomen iPhone

  1. Dem kann man nur zustimmen. Für mich bleibt ein Phänomen wie Apple es immer wieder schafft, bei längst etablierten Produktkategorien scheinbar mühelos eine Leadership-position zu erreichen. Beispiel 1: iPod. Die Idee eines mp3 Players war ja wirklich nicht neu, trotzdem schafft es Apple einen Markt aufzurollen, der bereits verteilt war. Auf einmal weisse Kopfhörer überall…Damit nicht genug. Der Handymarkt war nun wirklich aufgeteilt. Die Idee ein Apple Handy herauszubringen wäre bei anderen, Konservativen Konzernen gar nicht in angriff genommen worden. Mehr braucht man eh nicht zu sagen. Es gibt einfach Firmen, die innovativ sind und es gibt weit mehr Konzerne, die nicht über Marketing-excelchartanalysen drüberblicken können oder wollen. Frage: Wo wäre ein Frank Stronach heute, wenn er vor jedem Unterfangen vierzig Marktforschungen gemacht hätte? Was wäre aus Mateschits geworden, wenn er Red Bull nicht auf eigene Faust durchgezogen hätte? (er hat das Konzept vorher jedem, in Worten: JEDEM Getränkehersteller in Österreich angeboten. Alle haben die Excelcharts nach Marktmöglichkeiten durchforscht, hohngelacht und ihm die Tür gezeigt. KEINER lacht mehr.)
    gleiches gilt für Richard Branson, Jamie Oliver, etc pp es fallen sicher jedem noch Beispiele dazu ein.

    Weitere Frage in den Raum: Wo bleibt eigentlich das Internet Marketing, das den Namen auch verdient? Oder war es jetzt damit schon einfach die Print-Abläufe auf Websites zu übertragen? Stichwort Bannerpreis nach Format und Streuung. Hat da irgendwer irgentwas verstanden?

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