Grüne Suche mit Forestle


Viele Kampagnen der letzten Tage haben uns gelehrt, dass wir Waldflächen schützen müssen, weil sie wesentlich sind für unser Klima. Es kostet circa 200 US-Dollar eine Regenwaldfläche von 4000 Quadratmetern für die Ewigkeit zu schützen.
Die Sucheinnahmen von Forestle liegen im internationalen Durchschnitt bei ungefähr 0,5 US-Cent pro Suche.


Will heißen: Wenn Sie Forestle als Suchmaschine einsetzen, retten Sie mit jeder Suche eine Regenwaldfläche von 0,1 m² für die Zukunft. Diese Fläche entspricht ungefähr der Fläche eines Bildschirms! Ein durchschnittlicher Internetnutzer führt circa 1.000 Suchen jährlich durch. Jeder Forestle-User kann also jährlich ungefähr 100m² Regenwald retten. Das ist etwas mehr als die Fläche eines großen Klassenzimmers. Klingt nicht viel, wenns aber viele tun, kann man da schon einiges bewegen!

Forestle ist eine unabhängige nicht-profitorientierte Webseite. Alle Einnahmen (abzüglich ca. 10% Verwaltungskosten) gehen an das “Adopt an Acre” Programm der gemeinnützigen Partnerorganisation “The Nature Conservancy” und kommen daher dem nachhaltigen Schutz der Regenwälder weltweit zu Gute. http://de.forestle.org/

Forestle wird in Partnerschaft mit Yahoo betrieben, denn das interessante Detail am Rande: der vorherige Suchpartner Google beendete die Suchpatenschaft nasch nur vier Tagen nach dem offiziellen Start von Forestle. Kein Wunder, denn Google fährt ein eigenes ähnliches Projekt, genannt www.Znout.org . Wobei der Name Znout für “Zero negative output” steht und im Grunde die gleichen Suchergebnisse wie Google liefert, allerdings gleicht man dort den CO2-Ausstoß, der durch Internetsuchen verursacht wird, über den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien aus. (Wissenswertes am Rande: Angeblich verbraucht eine Suche bei Google die gleiche Energiemenge, wie eine Glühlampe in einer Stunde.) Ob man nun den Zertifikatshandel gut findet oder nicht, bleibt jedem selbst vorbehalten, wesentlich ist das Bewußtsein, das für CO²-Ausstoß entsteht bezogen auf die vielen kleinen Handlungen die man tagtäglich so setzt!

German Brands on facebook


Grüße aus dem Nachbarland. Hier eine Studie zu deutschen Marken in facebook. Nach der Premiere in 2009, wurde mit der Neuauflage der Studie 2010 der starken Nachfrage genüge getragen. Ebenso wie hierzulande richten immer mehr deutsche Brands es sich auf facebook fein ein. Klassisch, sind Marken aus Übersee bei facebook-Marketing bereits etliche Schritte voraus, doch die Studie zeigt, dass auch das deutschsprachige Europa nachzieht.

Mehr dazu auf http://www.brandsonfacebook.de/

blood phones


Apple steht wiedermal in der Kritik. Beim iPad gab’s Lieferverzögerungen. Das iPad läuft mit einer alten OS-Version. Und das neue iPhone4 hat diverse technische Mängel, wie beispielsweise Empfangsprobleme. Lakonischer Kommentar meinerseits: Man muss schon wissen, wie man sein iPhone4 hält, um Empfang zu haben. (*Der Fehler liegt an der im Alurahmen eingebauten Antenne, deren Empfang – kaum hält man das Handy in der Hand - nicht mehr gewährleistet ist*)

Verschärfend kommen die schrecklichen Ereignisse beim iPhone-Bauer “Foxconn” hinzu: Nach einer Selbstmordserie unter den Angestellten in chinesischen Werken wegen schlechter Arbeitsbedingungen, wurde dieses Unternehmen, von dem bislang keiner sprach, plötzlich ein Thema in den Medien. Als ob das etwas besser machen würde, entschied Foxconn, einen Teil der Produktion aus China abzuziehen – und vergitterte die Fenster der Produktion, um zu verhindern, dass Mitarbeitern aus selbigen springen. Es geht aber dennoch mit der medialen Beobachtung weiter, denn nun sorgen Berichte um Zwangspraktika von hunderttausenden Berufsschülern für erneuten Ärger.

Keine ach so gute und sicherlich eine gänzlich ungewohnte Medienumwelt für Apple. Eine ganz und gar nicht rosarote Welt! Und es trifft einen Konzern, der wie viele andere auch, Wert auf sozial und ökologisch verantwortungsvolles Unternehmertum legt und seit Jahren versucht, seinen Produkten einen “Heile-Welt-Touch” zu geben. http://www.apple.com/supplierresponsibility/

Diese Geschichte findet aber noch eine grausame weitere Fortsetzung.

IT, Telefone, Handys & Co. bestehen aus Rohstoffen, die aus Regionen oft vom afrikanischen Kontinent stammen. Der Kongo ist hier im Zentrum. Ein Kriegsgebiet, das auf der steten Suche nach Geldern, um die Kämpfe weiterzuführen, vor massivster Ausbeutung nicht zurückschreckt.

Für NGOs und Konsumenten eine undurchsichtige Geschichte, wer hier sozial falsch handelt! Denn die Unternehmen, wie Apple haben eine gestaffelte, kaskadenähnliche Kette an Zulieferern, die eine Rückverfolgung wahrlich schwierig macht. Eines ist klar: Die Bedingungen unter denen die betreffenden Rohstoffe gewonnen werden, sind alles andere als fair und sozial gerecht. Es beginnt sich in Medienkreisen bereits der Terminus “blood phones” – abgeleitet von ” blood diamonds” – zu etablieren.

Die Organisation Raise hope for Kongo http://www.raisehopeforcongo.org/ nimmt sich dieser schrecklichen  Thematik an und versucht u.a. mit Aufklärungsvideos Bewußtseinsbildung zu schaffen. 

 

Dass dies gut gelingt, zeigt sich an Beiträge in diversen Medien

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Sind-AppleHandys-die-neuen-Blutdiamanten/story/13935862

oder

http://www.nytimes.com/2010/06/27/opinion/27kristof.html?_r=1

Buchtipp: Social Media Relations


Tja, ja – Experten rund um das Thema Social Media gibt es zur Zeit ganz ganz viele. Und ganz viele von Ihnen beraten komplett am Thema vorbei, wenn Sie z.B. Social Media als einen weiteren Marketingkanal predigen, der im Grunde zu bedienen sei wie die klassischen Kanäle auch.

Dass es eine gelungene Alternative zu diesem Umgang mit dem Social Web gibt, zeigt der Titel eines neuen Buches „Social Media Relations – Leitfaden für erfolgreiche PR-Strategien und Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0“ von Bernhard Jodeleit.

Bernhard Jodeleit

Der gelernte Journalist u.a. Ressortleiter des Magazins “connect” und Standortleiter einer PR-Agentur in Stuttgart, führt auf erfrischende und fundierte Art durch das Thema Social Media als Bestandteil der Unternehmenskommunikation.

Auf flotten 248 Seiten beschreibt Jodeleit den Paradigmenwechsel in der Kommunikatio und folgt dabei nicht dem allgemeinen Hype, sondern bietet eine umfassende Bestandsaufnahme, z.B. hinsichtlich der „Risiken und Nebenwirkungen“ viraler Kampagnen o.ä..

Checklisten und Praxistipps machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter jedes PR-Verantwortlichen. Ausgehend von den benötigten Ressourcen gibt Jodeleit Tipps vom Blog-Themenplan bis zur erfolgreichen Twitter-Strategie.

Auch sozialen Netzwerke wie Facebook oder XING werden miteinbezogen. Es sind die naheliegenden Tipps wie der Hinweis auf crossmediales Denken oder das Aufzeigen des Wertes von Social Media für die Reputation eines Unternehmens in Krisenzeiten, die das Buch lesenswert machen.

Irgendwie bin ich fast versucht, eine Schleife darum zu binden und das Buch als Geschenk in so manche angestaubte Kommunikationsabteilung zu tragen.

c: Rico-Thore Kauert http://www.pronline.de/social-media/buchtipp-social-media-relations/