Kritik via Social Media: Kai Diekmann Roamingopfer

Kai Diekmann (Chefredakteur der BILD) hat ganz offensichtlich großen Gefallen am Social Web.
Und er hat eine Möglichkeit gefunden gekonnt Storys zu lancieren und “Unternehmen” (in diesem Fall der Operator deutsche Telekom) unter Druck zu bringen.

Was war geschehen: Kai Diekmann war auf Urlaub in Nordafrika und lud von dort aus Content auf seinen Blog hoch. Womit er nicht gerechnet hatte, waren Roamingkosten. Roaming eine der letzten Bastionen der Verdienstmöglichkeiten der großen Telekom-Unternehmen. Die Rechnung bei Diekmanns Rückkehr belief sich auf gewaltige EUR 46.000 und raubten dem Heimkehrer den Atem.

Hier geht es aber nun weniger darum eine Rechnung bei der deutschen Telekom zu kippen, sondern vielmehr darum auf einen Missstand hinzuweisen, der mit den heutigen non-stop-online-Mentalität nicht mehr zu verbinden ist. Die Geschichte zeigt aber hervorragend, wie schnell man mit Hilfe von Social Media, Themen anstoßen und sich viral verbreiten lassen kann und wie schnell ein Unternehmen von unerwarteter Seite in eine kritische Situation kommen kann. Hier ist rasche Reaktion gefragt und dies bei einem sehr “kniffligen” Thema! Mit fällt dazu ein gutes Zitat ein, das ich in den letzten Tagen gehört habe: Heute bedeutet “Unternehmensführung”, wenn die Adaptionsgeschwindigkeit im Management höher ist, als die Veränderungsgeschwindigkeit des Umfelds.

Persönliche Anmerkung: Ich würde es grundsätzlich falsch finden, wenn die dt. Telekom diese Kosten erlässt. Aber: man sollte bei den Anbietern einmal darüber nachdenken, ob diese Kosten in solchen Höhen gerechtfertigt sind.

Und genau das hat Kai Diekmann mit dieser Aktion auch erreicht!

Twittagessen

http://twittagessen.de/

Ein Twittagessen ist ein ungezwungenes Treffen hungriger Twitterer zum Mittagessen, Abendessen oder wann auch immer. Sei es, um sich kennen zu lernen, mal dem öden Büro zu entfliehen oder einfach nur um Spaß zu haben.

Diese Idee ist natürlich für alle die, die sich ihrer Follower sicher sind, oder für alle die Gastro-Ambitionen haben oder Promos “fahren” wollen, eine interessante Verquickung mit dem real life!

Und: Keine Bange, es gibt trotz .de-Domain auch österreichische Twittagessen – siehe:

http://twittagessen.de/events/822

Hilfreiches für das Handling von TWITTER

Es ist ja wahrlich nicht einfach all die Networks zu füllen, in die man sich im Laufe der Zeit so eingetragen hat.
Doch es gibt, wie immer einige Hilfe da draussen, die einfach im Handling ist und definitiv für den gestressten, aber informationsdurstigen Einzelnen von großem Nutzen ist! Nachdem es immer wieder ganz viele Fragen all jener gibt, die so ihre liebe Not mit den unzähligen Status updates haben, hier einige hilfreiche Links für die bessere Bedienung verschiedener Social Networks und quasi das “Einrichten einer Informationszentrale” :-) :

1. hashtag.org http://hashtags.org Das perfekte Controlling zu vergebenen #-Zeichen genannt “Hashtags”

hastags.org

2. ping.fm http://ping.fm/ Auf dieser Seite hat man es weidlich einfach seine Status Meldungen upzudaten: z.B. auf facebook, myspace, linkedIn, …
3. hootsuite http://hootsuite.com/ Vergleichbar zu ping.fm, aber etwas professioneller nutzbar! Hootsuite bietet u.a. die Übersicht wie oft Links die man gesetzt hat, angeklickt wurden. Das integrierte “shrink it”-Werkzeug bringt quasi eine Statistik mit dem gekürzten Link! Eine “send later” Funktion macht möglich tweets zu erfassen, aber erst später zu posten.

hootsuite.com

 4. tweetlater http://www.socialoomph.com/ ist eine tolle Option, um Twitter Services einzustellen, wie z.B. das Begrüßen von neuen Followern! Oder etwa das Folgen jenen, die Follower sind! usw.

http://www.socialoomph.com/

Für alle die noch mehr Infos suchen, hier eine kleine Linksammlung unter http://hashtag.org/video zum Thema “Twitterleben erleichtern”!

 

 

 

 

 

 

 

Viral Fussball-WM mit Ribery, Rooney & Co.

Sportausrüster und Sponsoren fahren die eben stattfindende Fussfabb WM so richtig groß im Social Web. Wonder why, denn lt. Wall Street Journal soll die Fifa-Fußballweltmeisterschaft immerhin stolze 4 Mrd. Fernsehzuschauer rund um den Globus erreichen.

Ein viraler Spot, der laut http://www.businessandleadership.com/news/article/23062/marketing/nikes-world-cup-ad-breaks-viral-record momentan alle Rekorde bricht, ist „Write the future“ von Nike.  Ein cooles Video, das die globale Vernetzung, die Rolle des Web & von Social Media zeigt. Stolze 14 Mio. Aufrufe hatte dieses Video bislang auf Youtube.

Leider stimmen manche Anspielungen drinnen, weil einige der Stars zur Zeit ganz schön “untergehen”!

Das ist, was wir sein sollten

Here´s to the crazy ones, the misfits, the rebels, the troublemakers, the round pegs in the square holes, the ones who see things differently. They´re not fond of rules. And they have no respect for the status quo. You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them. But the only thing you can´t do is ignore them. Because they change things. They push the human race forward. And while some may see them as the crazy ones, we see genuis. Because the people who are crazy enough to think, they can change the world, are the ones who do.

TBWA\Chiat Day, L.A.

Virals: Spass & Wirkung

Virals sind ein veritables Tool für mittelständische und große Unternehmen, um ihre ureigensten Interessen, Basic Infos oder Produktinfos & -welten humorvoll darzustellen!
Doch meist sind Unternehmer selbst und ihre Marketing-und PR-Verantwortlichen misstrauisch. Mit Recht, denn oft sind die Videos aufwendig in der Produktion und so richtig “klick” macht es bei den Wenigsten!

Oft stecken in den viralen Ambitionen imposante Fantasiebudgets, die selbstverständlich keine unternehmerische Begeisterung hervorrufen. Doch es geht auch einfach!

Ein Beispiel für ein Unternehmen, dass seit Jahren grossartige Virals produziert und damit hervorragend den Produktkern herausarbeitet ist: Blendtec.
Eigentlich “nur” der Hersteller von Barmixern, zeigt der Boss des Unternehmens sich selbst persiflierend in den Virals und führt seinen potentiellen Kunden vor, wie stark das Mixer-Produkt ist!

Es geht immer nach dem selben Schema: Alle möglichen Produkte – meist Neuheiten werden im Blendtec-Mixer zerhäckselt. Hier das jüngste “Will it blend?”-Viral zum Thema: iPad zermixen! (*speziell etwas, das meiner Apple-Phobie zu Gute kommt*)

Hier der Versuch einer Begründung für die Wirkung von Virals:

Let´s have fun!- Faktor Spaß ist im Social Web extrem wichtig. Im Falle von Blendtec klappt dies ohne Frage sehr gut!
Key Message – mit Hilfe von Virals kann humorvoll gezeigt werden, was im Kern der Vorteil des Produkts ist! Im Falle des Mixers: Wäre das Produkt schlecht, würde das schnell entlarvt sein und die Viral-Kampagne würde floppen.
Glaubwürdigkeit – Auch wenn der Boss von Blendtec vielleicht ein wenig irre wirkt, man glaubt ihm, dass er an sein Produkt glaubt.
Virale Wirkung- der Selbstzweck von Virals ist die selbstständige Verbreitung im Netz. Humor und Satire hilft hier enorm!
Hubs setzen: Youtube, aber auch Facebook und Twitter plus die eigene Webseite als “Heimathafen” müssen proaktiv mit den Videos versorgt werden.

Virals via Social Media als Marketinginstrument taugen gut! Es gilt nur für seine Marke und seine Produkte eine passende Strategie zu finden und daraus die entsprechenden Maßnahmen ableiten.
Business kann auch fun sein!

olé olé olé goes mobile

FIFA Weltcup hat gestartet. Vuvuzelas tröten und Jungs sind glücklich! Der Vall ist auch diesmal rund und die Spiele dauern 90 Minuten :-)

Doch diese WM ist entschieden anders als jene vor vier Jahren. Denn es ist die WM der mobilen Devices! Mehr denn je fönt die Welt den Spielen dieser WM via Handy, Handy-Apps, mobile Videos & mobile Web!

Ganze 208 Nationen nehmen an den Ausscheidungsspielen teil (vgl. Olympische Spiele 205 Nationen)! Und -kein Zweifel – die meisten folgen den Spielen zuhause vor dem TV-Gerät oder in kleinen bis größeren Public Viewings. Manche Statistiken besagen sogar, dass während der Zeit sportlicher Grossereignisse die Kriminalitätsrate während der Zeit sinken. Aber das ist nicht mein Thema, obschon es zweifelsohne ein dienlich-beruhigender Nebenaspekt ist. 2010 allerdings ist nicht nur mehr der Fernsehschirm das Zentrum des kickenden Universums! Denn die WM ist “mobiler” als jemals zuvor!

Fussball-Fans, die nach ihrer Präferenz befragt wurden, wie sie dem Weltcup folgen, gaben an, dass das Handy ein zentrales Informationstool für sie ist.
Global behaupten 21% , dass sie sich regelmäßig Informationen im mobilen Internet holen. 9% haben sich sogar spezielle Apps installiert, um der WM und ihren Spielergebnissen folgen zu können.

In den Ländern des Mittleren Ostens und Afrikas folgen zwischen 22% und 30% der Befragten auch via Handy dem World Cup. Eine extrem hohe Zahl, die sich sicherlich dadurch erklärt, dass diese “emerging markets” oftmals via Handy und weniger via Desktop-PC ins Web einsteigen.
Auch Europa zieht mit! Ireland ist dabei Spitzenreiter mit 18%. Erstaunlicherweise sind die großen Fussball-Nationen, wie Deutschland, Spanien, u.a. eher zurückhaltend nur 3% nutzen mobile Infos über die Fussball-WM. Aus der Befragung geht klar hervor, dass weniger das Verfolgen der Spiele via Handy-TV-Broadcast im Vordergrund steht, sondern eher das Aufgreifen von Short Snap Infos. Die Menschen suchen nach unmittelbaren Infos und Ergebnissen.

http://gigaom.com/2010/06/11/world-cup-mobile-application/

Auch die digitalen Medien erleben Frequenzen der Extreme: So bestätigt AKAMAI, dass News Sites, wie BBC, NBC oder CNN im Web vergangenen Freitag Bandbreiten abgefragten, wie noch nie zuvor! http://www.beet.tv/2010/06/world-cup-fever-internet-has-busiest-day-ever-.html

Social Krise – Der Fall Pampers “ging voll in die Hose”

Immer mehr Top-Brands, die bislang in den Köpfen der Konsumenten Ansehen genossen und mit deren Feedback still Änderungen oder Verbesserungen vornahmen, werden mit Krisen in Social Media Channels konfrontiert!

Nun kommt das Feedback in öffentlichen Kanälen und die Auswirkungen des offenen Diskurses können wirklich grausam sein!

Procter und Gamble führt zur Zeit einen solchen Kampf mit seiner Kernzielgruppe, den Eltern. Als eine der erfolgreichsten globalen Dachmarken ist eine Krise in Social Media definitiv ein “schwerwiegendes Problem”.
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article7679805/Pampers-fuehrt-offenen-Krieg-gegen-Blogger.html

Und genau diese Krise hat sich an einem vermurksten Product Relaunch bei Pampers eingestellt. Im Fokus der Kritik stehen sowohl das Produkt Pampers Active Fit mit Dry Max-Technologie, als auch die Kommunikation desselben.

Wenn man nun – in meinem Fall nach Jahren der Arbeit für Mattel – weiss, wie hochfrequent die Zielgruppe Eltern kommuniziert, kann man das Ausmaß der viralen Rumors ermessen!

Es begann mit einem wunden Babypopo….

Pampers gilt wohl unbestritten als DIE Windelmarke schlechthin und geniesst hohes Vertrauen bei Eltern – und das seit Generationen.
Nun wurden in den USA einige Windeln im Pampers-Portfolio mit der neuen “Dry Max”-Technologie versehen.

Seitdem werden Kommentare der Eltern laut, die von Hautirritationen und Ausschlag bei ihren Babys berichten. P&C jedoch streitet diese Vorwürfe vehement ab! Mehr noch, sie bezeichnen diese als “Gerüchte”, die von einer kleinen Gruppe von Eltern in die Welt gesetzt werden! http://www.pginvestor.com/phoenix.zhtml?c=104574&p=irol-newsArticle&ID=1423829&highlight=
Die Reaktion folgt prompt! Auf die offiziellen Statements des Konzerns (siehe Link) eröffneten Eltern verschiedene Facebook-Gruppen, die Erfahrungsberichte austauschten, Hilfe anboten und sogar eine Petition gegen Procter & Gamble ins Leben riefen. Die größte dieser Gruppen http://www.facebook.com/pages/RECALL-PAMPERS-DRY-MAX-DIAPERS/124714717540863?v=wall&ref=ts fiel sogar dem US-TV-Machern auf, und prompt wurden die wunden Kinderpopos im TV zum Thema! Es dauert nicht lange und die Behörde für Produktsicherheit (in den USA) leitete eine Untersuchung ein! Wütende Eltern zogen gegen Pampers vor Gericht! Ein PR-Super-Gau! Der natürlich auch nicht vor Europa halt machte…

GB und Deutschland fiel Pampers mit der überarbeiteten Version des Produkts ebenfalls auf. Trotzdem das Produkt angepasst & verändert wurde, wurden genau diese Schritte kaum kommuniziert – weder auf der Verpackung noch in der Werbung. Einzig ein kleiner Flyer wies auf eine Produktumfrage hin: www.pampers.uk/ActiveFitSurvey

Was sind nun die Kritikpunkte?
Intransparente Kommunikation! Es wurde vieles bemängelt: Die Überarbeitung der Windel, Mütter reklamierten, die neuen Windeln hätten andere Maße und laufen aus.
Die Kritik bezog sich im wesentlichen darauf, dass Pampers ohne Wissen der Verbraucher ein derart “sensibles Produkt” veränderte.

Die ersten Eltern haben sich auch bei uns bereits gemeldet und von Hautirritationen deren Kinder berichtet. Man unterstellt: Pampers habe die “Dry Max”-Technologie auch in Europa eingeführt ohne dies kund zu tun oder eine Kennzeichnung auf den Packungen zu machen.

parents.at

Was hätte man besser machen können? 

Es gibt positive Argumente und es ist nötig die “Anwürfe” öffentlich zu entkräften. Die neuen Windeln sind umweltschonender als das Original, weil weniger wattiert. Ebendieses Thema hätte positives Potential! 

Produkttests sind normal. Ein offizieller Test der Windel hätte Pampers viel wertvolles Feedback gebracht. Alternativ wäre ein offenes Einbinden der Eltern in die Bearbeitung der Kritik sicherlich hilfreich gewesen. Hausfrauen-Psychologie: Gefragte Kunden fühlen sich wertgeschätzt! 

Für Social Media Krisen ist es essentiell rasch zu reagieren. Regret – react – reinform – und zwar bevor sich eine Krise etabliert!

Der offene Dialog, der gerade in dieser Zielgruppe extrem wertvoll ist, weil er auch wiederum word-of-mouth / Weiterempfehlung bringt, hätte der Krise “Dampf weggenommen”.

Eines ist sicher: Manche Themen gelangen in Social Media oft recht rasch an einen Punkt, ab dem es “nichts mehr zu gewinnen” gibt! Insbesondere wenn es sich dabei, um solch sensible Anliegen, wie “Kinder” handelt!

Sicher ist bei Procter & Gamble: Es wird den Müttern zugehört! Das heißt, es wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen, einen fruchtbringenden Dialog zu führen, aber es half nichts.

Was können Unternehmen zu diesem Zeitpunkt aktiv überhaupt noch tun? Augen zu und durch?

Meine Meinung: Nein. Auf allen möglichen Ebenen Dialog führen - und zwar abgestimmt mit allen relevanten Verantwortlichen in den Konzernen. Und daraus lernen für den nächsten Relaunch!

http://adage.com/article?article_id=143777

http://www.livingstonbuzz.com/2010/05/11/social-media-conspiracy-hounds-pampers/

The future of mobile marketing

Hier als Empfehlung für Euch ein gut gemachter Beitrag von Jonathan MacDonald zur Zukunft des mobile Marketing!

http://www.jonathanmacdonald.com/?p=4630

Coole Aktion: Endless fashion walk

twoforfashion, die beiden Bloggerinnen Kathrin und Mahret haben eine wirklich coole Idee für OTTO umgesetzt. Den endless Fashion walk!

http://twoforfashion.otto.de/

Ihr Ansatz kann sowohl ihren Traffic, als auch den ihrer Kollegen steigern, allerdings mangelt es zur Zeit noch an mutigen Teilnehmern. Für alle Fashionistas da draussen: Traut Euch! Los gehts, legt einen coolen walk hin!

Was ist zu tun?

Modebloggerinnen drehen einen kurzen Videoclip und stellen ihr Lieblingssommeroutfit vor! Wesentlich: Immer von links nach rechts durchs Bild laufen! Die kurzen Clips werden automatisch aneinandergereiht und schon entsteht der längste virtual Catwalk der Welt.
Alle Teilnehmer können den 2 Kilometer langen Laufsteg bequem in ihr Blog einbauen, der eigene Videobeitrag erscheint immer zuerst. 

Mitmachen und sein sein Lieblingsoutfit vorstellen, kann aber im Grunde jeder, der eine Videokamera besitzt! Die Aktion wurde nun noch bis 10.6. verlängert!

http://twoforfashion.otto.de/endless-catwalk-blogparade/05642/

Bloggen Sie auf WordPress.com.
Theme: Esquire von Matthew Buchanan.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.